06.07.2018, 10:26 Uhr

Krimi made in Rottal Kommissar Hobelsberger ermittelt wieder


Anke Neder hat ihr zweites Buch herausgebracht.

PFARRKIRCHEN Schon von Kindesbeinen an träumte Anke Neder davon, Bücher zu schreiben. „Aber entweder fehlte die Zeit und es gehört schon auch ein gewisser Mut dazu“, gesteht sie. Mit 53 Jahren veröffentlichte sie dann 2016 ihren ersten Kriminalroman. In „Blutige Kristalle“ ließ sie den kauzigen Kommissar Hobelsberger ermitteln. Jetzt folgt der nächste Streich. „Zum Sterben braucht man keine Heimat“ heißt der zweite Krimi – und erneut lässt die Pfarrkirchnerin Franz Hobelsberger im Bayerischen Wald einen Mord aufdecken.

Ein junger Asylbewerber kommt gewaltsam zu Tode und zur gleichen Zeit verschwindet ein 18-jähriges Mädchen spurlos. „Ich greife zwar die aktuelle Flüchtlingsproblematik auf, es geht mir aber eher um Menschen, die nach Halt suchen und diesen aber nicht finden.

Ein rechtes Motiv wird zwar zunächst vermutet, letztlich geht es in dem Krimi aber um persönliche Dinge“, erklärt die Autorin. „Ich wollte in dem Buch auch aufzeigen, was so eine Tat im engeren und weiteren Umfeld auslöst“, betont die Diplom-Sozialpädagogin.

Die Ideen für ihre Geschichten kommen ihr ganz spontan. „Die besten Einfälle habe ich beim Aufstehen am Morgen, wenn ich in die Arbeit nach Eggenfelden radle oder beim Wandern. Meist setze ich mich dann regelmäßig am frühen Abend hin und schreibe, um in der Geschichte drinzubleiben“, erzählt die Krimi-Autorin.

Auch wenn es in ihren Kriminalromanen um ernste Themen geht, gehört für Anke Neder auch ein Schuss Humor dazu – in diesem Fall versprüht diesen vor allem der verschrobene Kommissar immer wieder mal. „So ist doch auch das Leben, mal lustig und mal nicht so toll“, erklärt Anke Neder.

Für die Handlung wählte sie erneut den Bayerischen Wald aus. „Mein Mann stammt von dort und ich mag die Gegend sehr. Wir sind öfter beim Wandern dort“, begründet sie ihre Affinität zu dem mystischen Mittelgebirge, das gut zu ihren Geschichten passe, wie die Autorin sagt.

Ihre Bücher sind im SüdOst-Verlag erschienen und sind über den „Eigenart“-Shop vom Wochenblatt erhältlich.


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