19.07.2018, 12:40 Uhr

Mehr als 3.000 Besucher begeistert Erfolgreicher Start der KULTURmobil-Tournee

Die „Abenteuer von Tom und Huck“ stehen jeweils um 17 Uhr auf dem Programm. Von links: Der Musiker Christoph Goldstein, Henriette Heine in der Rolle als Becky Thatcher, Julian Häuser in der Rolle als Tom Sawyer, Kolja Heiß in der Rolle als Huckleberry Finn und Regisseur Moritz Katzmair. (Foto: Peter Litvai)Die „Abenteuer von Tom und Huck“ stehen jeweils um 17 Uhr auf dem Programm. Von links: Der Musiker Christoph Goldstein, Henriette Heine in der Rolle als Becky Thatcher, Julian Häuser in der Rolle als Tom Sawyer, Kolja Heiß in der Rolle als Huckleberry Finn und Regisseur Moritz Katzmair. (Foto: Peter Litvai)

Mit langanhaltendem Applaus, zahlreichen Vorhängen und „Bravo“-Rufen werden die diesjährigen KULTURmobil-Produktionen in den Gastspielorten gefeiert.

NIEDERBAYERN Das KULTURmobil, das fahrende Profitheater des Bezirks Niederbayern, ist seit Juni unterwegs: Acht Gastspieltag gab es bereits, mehr als 3.000 Besucher sahen die diesjährigen Inszenierungen schon – und waren begeistert. Die Aufführungen von „Tartuffe, der Scheinheilige“ und „Die Abenteuer von Tom und Huck“ kommen bei den Besuchern sehr gut an. 22 weitere Gastspiele wird es bis Anfang September noch geben, unter anderem am kommenden Wochenende: Am Freitag in Parkstetten (Landkreis Straubing-Bogen), am Samstag in Arnbruck (Landkreis Regen) und am Sonntag in Abensberg (Landkreis Kelheim). Ende Juli zudem in den Landkreisen Passau und Landshut: in Breitenberg am 27. Juli, in Aldersbach am 28. Juli und am 29. Juli in Weihmichl. Im August stehen unter anderem Gastspiele in den Landkreisen Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau und Rottal-Inn auf dem Tourneeplan.

Nach der fulminanten, vielbejubelten Premiere in Kumhausen im Landkreis Landshut am 9. Juni und den ersten Gastspielen in mehreren Landkreisen war schnell klar: Die diesjährigen KULTURmobil-Vorführungen sorgen für viele Lacher, kommen bei den Besuchern ausgezeichnet an und ernten begeisterten Applaus. Das liegt sowohl an den schauspielerischen Leistungen als auch an den dynamischen und witzigen Inszenierungen.

Die quirlige Lausbubengeschichte „Die Abenteuer von Tom und Huck“ hat der bekannte Schauspieler und Regisseur Moritz Katzmair rasant inszeniert. Die gelungene Inszenierung der Komödie „Tartuffe, der Scheinheilige“ verantwortet Regisseur Sebastian Goller. Er hat das Stück von Jean Baptiste Molière nach Bayern versetzt und in bayerischer Sprache temporeich inszeniert. Das Publikum bedankte sich bisher dafür mit langanhaltendem Applaus und teilweise sogar „Standing Ovations“.

Immer wieder kommen auch Gäste aus den benachbarten Regierungsbezirken, aus der Oberpfalz und Oberbayern, zu den KULTURmobil-Aufführungen und sind begeistert.

Die „Abenteuer von Tom und Huck“, die jeweils um 17 Uhr auf dem Programm stehen, sind Erwachsenen genauso bekannt wie Kindern und Jugendlichen. Für KULTURmobil hat Moritz Katzmair eine eigene Theaterfassung des bekannten Romans von Mark Twain erarbeitet. Thomas Sawyer und sein Freund Huckleberry werden Zeugen einer schrecklichen Tat. Und so beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Moritz Katzmair ist aus Fernseh- und Kinofilmen bekannt. Er spielt unter anderem in bayerischen Krimiserien wie dem Münchner Tatort, Huber und Staller, den Rosenheimcops oder in diversen Niederbayern-Krimis und Kino-Produktionen. Für KULTURmobil war Moritz Katzmair bereits erfolgreich als Schauspieler tätig. Dieses Jahr konnte er erstmals als Regisseur gewonnen werden.

Florian Fisch in der Rolle als Orgon/Bartholomäus Leitl, Eva Gottschaller in der Rolle als Elmire/Liesl Leitl. (Foto: Peter Litvai)

Um 20 Uhr wird „Tartuffe, der Scheinheilige“ aufgeführt. Die Geschehnisse legte der niederbayerische Regisseur Goller in das ländliche Bayern des Jahres 1920: Orgon, in der bayerischen Fassung der Großbauer Leitl, bewundert den Betrüger Tartuffinger, der sich als frommer Mann ausgibt. Der Leitl-Bauer befolgt alle Ratschläge des Heuchlers, will seine Tochter mit ihm verheiraten und ihm den Hof überschreiben. Sein aufbrausender Sohn Leo, seine zweite Ehefrau Liesl und die Hausmagd Vroni versuchen dies zu verhindern.

Nicht nur die Regisseure stammen dieses Jahr aus Niederbayern; Moritz Katzmair wohnt im Landkreis Landshut, Sebastian Goller im Rottal. Auch das Schauspiel- und Tournee-Ensemble kommt in diesem Jahr großenteils aus Niederbayern. Sarah Finkel, die die Hausmagd Vroni mit großer Leidenschaft verkörpert, ist gebürtige Landshuterin, ihre Schauspielkollegin Carmen Jahrstorfer (Rolle der Tochter Annamirl) stammt aus Passau und Eva Gottschaller (in der Rolle der Ehefrau Liesl) aus dem Rottal. Henriette Heine, die in der Nachmittagsvorstellung Becky Thatcher spielt, ist in Hausen aufgewachsen. Fast die gesamte Bühnen- und Technik-Crew ist im Bayerischen Wald zuhause; unter anderem Bühnentechniker Gerhard Schuller, der bereits seit 21 Jahren, also von Beginn an bei KULTURmobil dabei ist.

Das fahrende Profitheater ist mittlerweile in vielen niederbayerischen Regionen ein Höhepunkt des sommerlichen Veranstaltungsprogramms. Es wird vor Ort von großem, vielfach ehrenamtlichem Engagement getragen. Insgesamt 60 Vorstellungen an 30 Orten in ganz Niederbayern stehen bis 2. September auf dem Programm. Alle Spielorte und Termine sowie Bilder sind im Internet veröffentlicht: www.kulturmobil.de.


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