14.05.2018, 17:17 Uhr

Bachs kammermusikalisches Vermächtnis Zum dritten Mal widmet das Landestheater ein Kammerkonzert dem barocken Meister

Basil H. E. Coleman leitet das Konzert vom Cembalo aus.  (Foto: Peter Litvai)Basil H. E. Coleman leitet das Konzert vom Cembalo aus.  (Foto: Peter Litvai)

Seit 2013 hat sich am Niederbayerischen Landestheater die Konzertreihe „Bach PUR“ etabliert, die Johann Sebastian Bachs Kammermusik gewidmet ist.

PASSAU Heuer steht Bachs kammermusikalisches „Vermächtnis“ auf dem Programm, seine Sechs Sonaten für Violine und obligates Cembalo (BWV 1014-19), ein Zyklus, der zu den bedeutendsten Werken der Kammermusik zählt. Bis in seine letzten Lebensjahre hat Bach diese Sonaten immer wieder überarbeitet. Sie sind das erste Werk der Musikgeschichte, in dem sich das Cembalo zu einem gleichwertigen Partner der Solo-Violine emanzipiert: Es ist hier nicht mehr auf seine Begleitfunktion beschränkt, sondern wird selbst zum Solo-Instrument. Welch neue Dimension an faszinierenden Ausdrucksmöglichkeiten dadurch erschlossen wurde, macht Bach PUR erlebbar: Vor allem die schwermütigen langsamen Sätze der Sonaten, die mitunter Motive aus den Passionen des Thomas-Kantors anklingen lassen, gehören zum Ergreifendsten, was Bach je geschrieben hat.

Es musizieren David Tumasov (Violine), Illya Huliychuk (Violine), beides Mitglieder der Niederbayerischen Philharmonie, sowie Michael Brüssing (Barockcello). Die Leitung hat Basil H. E. Coleman. Coleman, Generalmusikdirektor des Landestheaters, wird dabei selbst den Cembalo-Part übernehmen.

Das Kammerkonzert ist in Passau am 20. Mai um 18 Uhr zu hören. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse (Dienstag bis Freitag, 10 bis 13 Uhr und Dienstag, Donnerstag, Freitag von 16 bis 17.30 Uhr, 0851/92919-13, theaterkasse@passau.de) und an der Abendkasse ab einer Stunde vor der Vorstellung. Weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.


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