24.01.2018, 13:19 Uhr

Lasst‘s es kracherln! Bronze für unser „Heimat-Kracherl“


Regionale Gemeinschafts-Limo räumt Bio-Auszeichnung in Berlin ab

PASSAU/HAUZENBERG Lasst‘s es kracherln!“ lautet der „guad boarische“ Slogan des süffig-gesunden „Heimat-Kracherls“. „Kracherln“ ließen‘s jetzt aber die „Kracherl-Macher“ selbst und holten sich in Berlin beim Wettbewerb „Bayerns beste Bioprodukte 2018“ auf der Grünen Woche in Berlin quasi die Bronzemedaille für ihr ur-niederbayerisches Produkt ab. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner höchstpersönlich überreichte den Vertretern von der Burger-Bar Zweite Heimat, dem Langlebenhof und der Brauerei Apostelbräu die Auszeichnung.

Das Geheimnis des „Heimat-Kracherls“ ist seine absolute und kompromisslose Regionalität: „zusammengebraut“ aus puren Bio-Produkten – 10 Prozent Bio-Aroniasaft von der Lebensgemeinschaft Langlebenhof in Passau, 80 Prozent Wasser aus Quellen in und um Hauzenberg; Fernwasser kommt nicht in die Flasche! Dazu Bio-Rohrzucker, Bio-Zitronensaft.

Von Beginn an ist das „Heimat-Kracherl“ eine durch und durch regionale Angelegenheit von Könnern und Kennern Passaus und dem Umland: Die Lebensgemeinschaft Langlebenhof (vertreten durch Patrick Buttinger und Oliver Idziok) hat‘s mit den Beeren; hier werden die Aronia-Beeren angebaut, gepflegt, geerntet, zu Aroniasaft in Demeter-Qualität (!) gepresst und der Saft verpackt.

Dann ist die Reihe an Stefan Lang und Michael Samberger (Zweite Heimat), die verantwortlich zeichnen für die Produktentwicklung, das Erstellen der Rezepturen und die Produktion. „Die Zweite Heimat hat über die Jahre eine Rezeptur für den Limosirup erstellt“, verrät Stefan Lang. Der Diplom-Brauer Rudi Hirz vom Hauzenberger Apostelbräu wiederum überwacht unter anderem Mischung und Abfüllung des „Heimat-Kracherls“.

Aber auch sonst ist das Kracherl ein echter Kracher! So werden in den drei Unternehmen täglich Wassersparmaßnahmen vorgenommen. Soweit möglich wird bei Verpackungen Umweltpapier verwendet. Für die Abfüllung werden ausschließlich Mehrwegflaschen verwendet. Und die Logistik wird ständig optimiert, um unnötige Fahrten zu vermeiden.

Bio auf der ganzen Linie und dazu sozial

Das ist aber noch lange nicht alles! „Die Zweite Heimat ist in puncto Lebensmittel zu hundert Prozent Bio-zertifiziert“, meint Stefan Lang. Und Patrick Buttinger vom Landlebenhof informiert: „Wir sind ebenfalls Bio-zertifiziert und zudem Mitglied bei Demeter. Somit verzichten wir vollkommen auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Ausgleichsflächen auf unseren Plantagen für Nützlinge und andere Tiere sind für uns außerdem eine Herzensangelegenheit.“

Und was meint der Dritte im Bunde, Apostelbrauer Rudi Hirz, dazu? „Wir stellen schrittweise auf Bio-Produkte um, sind bereits Bio-zertifiziert und Mitglied im Biokreis. Seit Jahren bauen wir drei Sorten Biere in Bio-Qualität an und leisten damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.“

Was das Heimat-Kracherl außerdem so besonders macht, erklären die Kracherl-Macher so: „Mit dem Verkauf des Produkts in vielen Super-, Bio- und Getränkemärkten und dem entstehenden Gewinn können wir das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen, die auch an der Produktion der Limonade beteiligt sind.“


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