12.01.2019, 12:00 Uhr

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ Ehekrieg par excellence!

Olaf Schürmann und Antonia Reidel sind als George und Martha zu sehen. (Foto: Peter Litvai)Olaf Schürmann und Antonia Reidel sind als George und Martha zu sehen. (Foto: Peter Litvai)

Am kommenden Freitag feiert einer der größten modernen Klassiker des amerikanischen Dramas Premiere im Landshuter Theaterzelt – der großartige, nervenaufreibende Ehe-Krieg von George und Martha in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ von Edward Albee.

LANDSHUT Auch wenn niemand das gerne zugeben möchte, steckt in jedem Menschen ein Voyeur. Wir schauen hin, wenn in unserer Nähe Leute besonders glücklich oder traurig oder wütend sind. Das ist menschlich und natürlich. Edward Albee hat mit seinem Schauspiel „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ vor über 50 Jahren einen Ehe-Krimi geschaffen, der jeden Voyeur aufs Vollste und gelegentlich auch darüber hinaus befriedigt: Genüsslich zerfleischen sich vier Menschen vor den Augen der Zuschauer, es gibt keine Tabus, im Krieg ist jedes Mittel recht. Das Schauspiel ist ab dem 18. Januar im Landshuter Theaterzelt zu sehen.

Der junge Akademiker Nick und seine Frau Honey denken sich nicht Böses, als sie nach einer Party von ihren neuen Bekannten, dem Ehepaar Martha und George, auf einen Schlummertrunk eingeladen werden. Doch in Windeseile werden die beiden nichtsahnend Zeugen und immer mehr auch Teilnehmer an Georges und Marthas schon seit einer Ewigkeit andauerndem Ehekrieg. Die beiden schenken sich nichts. Alte und neue Verfehlungen werden eine nach der anderen aufs Tapet gebracht. Die Tiefschläge kommen im Sekundentakt. Und wenn einer am Boden liegt, tritt der andere genüsslich nach. George und Martha zelebrieren ihren Ehekrieg auf allerhöchstem Niveau. Doch gerade, wenn die erstaunten und erschöpften Gäste glauben, jetzt kann eigentlich nur noch Blut fließen, verbünden sich die beiden gegen das jüngere Paar und ziehen es in trauter Zweisamkeit genüsslich mit in ihre Ehehölle hinein. Ein nichtendender Kreislauf der Verletzungen und des Hasses. Aber auch der Liebe.

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ begründete den Weltruhm des amerikanischen Dramatikers Edward Albee (1928-2016). 1962 in New York uraufgeführt, kam es schon ein Jahr später in Deutschland auf die Bühne. Seither ist es von den weltweiten Theaterspielplänen nicht mehr weg zu denken. 1966 verfilmte Mike Nichols das Stück kongenial mit dem wirklichen Ehepaar Elizabeth Taylor und Richard Burton, deren wirkliches Eheleben dem ihrer Filmfiguren in nichts nachstand.

Regisseur Oliver Karbus bringt das Stück nun am Landestheater Niederbayern auf die Bühne. Für die Ausstattung zeichnen Klaus Gasperi (Bühne) und Iris Jedamski (Kostüme) verantwortlich. Olaf Schürmann und Antonia Reidel sind als George und Martha zu sehen, Nick und Honey werden vom neuen Ensemblemitglied David Lindermeier und Ella Schulz gespielt.

Premiere feiert „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ im Landshuter Theaterzelt am 18. Januar. Karten erhalten Sie im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus (Mo-Fr 9 – 17 Uhr; Altstadt 315, 84028 Landshut), an der Theaterkasse im Theaterzelt (Do 17 – 19 Uhr & Fr 11 – 13 Uhr), Telefon: 0871/92208-33, theaterkasse@landshut.de, sowie rund um die Uhr im Webshop. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor der Vorstellung. Alle Termine und weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.


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