20.04.2018, 13:17 Uhr

„Lucrezia Borgia“ feiert Premiere Worauf Sie Gift nehmen können…!

(Foto: Peter Litvai)(Foto: Peter Litvai)

Das Landestheater Niederbayern hat sich in den vergangenen Jahren überregional einen Namen mit Inszenierungen von Belcanto-Opern gemacht – nach der Auseinandersetzung mit den Werken von Bellini, wurde im letzten Jahr eine neue Reihe mit Opern von Donizetti begonnen. Am 27. April feiert das Landestheater mit „Lucrezia Borgia“ die Premiere eines überragenden Werkes von Donizetti in einer furiosen Inszenierung des deutschlandweit gefragten Regisseurs Roland Schwab im Landshuter Theaterzelt.

LANDSHUT Packende Szenen, mitreißende Melodien, große Stimmen – das ist der Stoff aus dem gute Belcanto-Opern gemacht sind. In der Donizetti-Reihe am Landestheater Niederbayern, die im vergangen Jahr mit „Lucia di Lammermoor“ einen großen Publikumserfolg verbuchen konnte, steht als nächstes eine Oper auf dem Programm, die sich mit einer der umstrittensten Frauenfiguren der Renaissance beschäftigt: Lucrezia Borgia, der Tochter des Papstes Alexander VI. und Schwester des Macchiavelli-„Fürsten“ Cesare Borgia. Premiere im Landshuter Theaterzelt ist am 27. April um 19.30 Uhr.

In einem schauerromantisch verdichteten Kammerspiel, das es mit der historischen Wahrheit nicht so genau nimmt, trifft Lucrezia hier auf ihren Sohn aus einer früheren Ehe. Unwissend wer sie ist, fühlt sich Gennaro sofort zu der faszinierenden Frau hingezogen. Lucrezia aber wird ihr Ruf als Giftmischerin zum Verhängnis. Gennaros adeligen Freunden ist die Borgia verhasst. Zudem vermutet Lucrezias Ehemann, Alfonso d’Este, in Gennaro einen Nebenbuhler. Auf tragische Weise verketten sich die Ereignisse und unabsichtlich bringt Lucrezia ihren einzigen Sohn um. Natürlich mit Gift!

Roland Schwab, einer der gefragtesten Regisseure im deutschsprachigen Raum konnte nach seinen eindrucksvollen Arbeiten am Landestheater Niederbayern (Zuletzt „Der Gefangene“ und „Luci mie traditrici“) für die Inszenierung dieses Belcanto-Schmuckstücks verpflichtet werden. Auf der Bühne wird in der Ausstattung von Christl Wein-Engel das Element Wasser eine zentrale Rolle spielen; sind doch die Schauplätze in der Oper die Lagune Venedig sowie der von einem Wassergraben umschlossene Herzogspalast der d‘Este in Ferrara.

Yitian Luan übernimmt die anspruchsvolle Titelpartie. Die chinesische Sopranistin gewann 2011 den 2. Preis des Internationalen Belcanto Gesangswettbewerbs in Passau. Engagements führten sie bereits zu den Bregenzer Festspielen, an die Opernhäuser von Köln, Wiesbaden, Frankfurt und Saarbrücken. Die Rolle ihres Sohnes übernimmt der mexikanische Tenor Victor Campos Leal, als Herzog Don Alfonso ist Kyung Chun Kim zu erleben, Mezzosopranistin Sabine Noack schlüpft in die Hosenrolle des Maffio Orsini. Die weiteren Partien werden übernommen von Michael Kohlhäufl, Peter Tilch, Moritz Kugler, Oscar Imhoff, Marc Watson Williams, Joachim Roth sowie Konrad Peschl/Alwin Schmidt. GMD Basil H. E. Coleman leitet die Niederbayerische Philharmonie.

Premiere im Landshuter Theaterzelt ist am Freitag, den 27. April 2018 um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus (9.00 – 18.00 Uhr; Altstadt 315, 84028 Landshut), an der Theaterkasse im Theaterzelt (Freitag 11.00 – 13.00 Uhr, Telefon: 0871/92208-33, theaterkasse@landshut.de) und ab einer Stunde vor der Vorstellung an der Abendkasse. Alle Termine und weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.


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