07.12.2017, 16:13 Uhr

Arbeiten sind abgeschlossen Burgkapelle St. Georg erstrahlt in neuem Glanz

Burgkapelle St. Georg. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung  (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)Burgkapelle St. Georg. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)

Im Oktober und November ließ die Bayerische Schlösserverwaltung den Innenraum und die wertvollen frühgotischen Kunstwerke der Burgkapelle St. Georg reinigen. Die Kapelle erstrahlt nun wahrlich in einem vorweihnachtlichen Glanz.

LANDSHUT Die Burgkapelle zählt zu den Gründungsbauten der Burg Trausnitz, die Herzog Ludwig der Kelheimer ab 1204 errichten ließ. Mit ihrem bedeutenden frühgotischen Skulpturenschmuck aus dem zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts und den von den Reichen Herzögen gestifteten Flügelaltären bildet sie bis heute ein einzigartiges Ensemble der Kunst des hohen und späten Mittelalters in Bayern und eine Sehenswürdigkeit allerersten kunsthistorischen Ranges auf der Burg.

Bei der Reinigungs- und Pflegemaßnahme ließ die Bayerische Schlösserverwaltung den gesamten Kapellenraum umfassend reinigen. Knapp 50 Jahre nach der letzten durchgreifenden Instandsetzung war eine solche qualifizierte Reinigung der Kapelle mehr als überfällig. Staub hatte sich im Lauf der Jahre auf allen Flächen der Raumschale und auf den zum Teil ohne Gerüst nicht erreichbaren wandfesten Kunstwerken festgesetzt und sich in Spinnweben im Gewölbe verfangen, sodass viele Flächen vergraut erschienen.

Stellen teilweise schwierig zu erreichen

Ein komplexer Gerüstaufbau war notwendig, um alle Stellen zu erreichen. Sämtliche Oberflächen von Raumschale und Ausstattung wurden von Restauratoren mit weichen Pinseln und begleitendem Absaugen schonend von lose aufliegenden Verunreinigungen gesäubert. Am Betstüberl auf der Westempore etwa ist nach der Reinigung die Differenzierung der Architekturgliederung durch Verwendung verschiedenfarbiger Holzsorten wieder deutlich ablesbar.


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