07.09.2019, 20:40 Uhr

Vortrag „Das Ziel ist der Gipfel“ – Peter Habeler zu Gast bei der Nepalhilfe Beilngries

Peter Habeler. (Foto: P. J. Hartberger)Peter Habeler. (Foto: P. J. Hartberger)

Er stand auf den höchsten Gipfeln des Erdballs. Auf dem höchsten, dem Mount Everest erstmals gar ohne die Unterstützung durch künstlichen Sauerstoff. Über sein Leben, seine alpinen Leistungen mit all ihren Höhen und Tiefen wird er bei seinem vierten Besuch in Beilngries am 10. Oktober, 20 Uhr, im „Haus des Gastes“ berichten.

BEILNGRIES/LANDKREIS EICHSTÄTT Die Rede ist von Professor Peter Habeler aus Mayrhofen im Zillertal. Der Extrembergsteiger engagiert sich einmal mehr mit einem Benefizvortrag für die Nepalhilfe Beilngries. „Das Ziel ist der Gipfel“, so überschreibt er seinen mit zahlreichen Filmsequenzen versehenen Vortrag. Die Liebe des mittlerweile 77-Jährigen, dem man dieses Alter in keiner Weise ansieht, galt seit seiner Kindheit den Bergen. Dabei hatte es ihm der Extremalpinismus an den höchsten Bergen der Welt besonders angetan. Im Alter von 21 Jahren erwarb er das Diplom zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer. Dank seiner hervorragenden Qualifikation wurde er der jüngste Leiter der österreichischen Berg- und Skiführer.

An den großen Wänden der Welt war er zu finden. Sei es im Yosemite Nationalpark in Kalifornien, den Anden und in den Anfängen natürlich in Europa. Erwähnt sei hier das Matterhorn oder die Eiger-Nordwand. Letztere durchstieg er vor zwei Jahren zusammen mit dem jungen Innsbrucker David Lama. Heute hat diese Tour für ihn einen besonderen Stellenwert, nachdem Lama im April dieses Jahres mit zwei anderen renommierten Alpinisten in den Rocky Mountains den Tod fand. Darauf wird Habeler in seinem Vortrag auch eingehen, mit Bildern und Schilderungen die nach seinen Worten unter die Haut gehen. Natürlich ist auch die erstmalige Besteigung des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff im Vortrag zu finden. Im Jahre 1978 war dies, als ihm mit dem Südtiroler Reinhold Messner dieser Vorstoß ins Ungewisse gelang. Er beleuchtet dabei aber auch den Wandel des Bergsteigens gerade am höchsten Berg der Welt an dem sich in der zurückliegenden Saison wieder endlose Karawanen Richtung Gipfel bewegt haben. Im Jahr 1999 wurde der Zillertaler für seine bergsteigerischen Leistungen, die unzähligen alpinen Veröffentlichungen und sein Engagement für die Bergwelt von der Österreichischen Regierung zum Professor ernannt.

Infos und Karten gibt es per Mail an info@nepalhilfe-beilngries.de.


0 Kommentare