30.04.2019, 20:33 Uhr

Artenvielfalt Foto-Ausstellung „Garten – Ödnis oder Oase“ ist im Kulturzentrum Aventinum zu sehen

(Foto: Knott, Stadt Abensberg)(Foto: Knott, Stadt Abensberg)

Am Freitag, 26. April, wurde im Kulturzentrum Aventinum die Foto-Ausstellung „Garten – Ödnis oder Oase“ eröffnet. Bis zum Sonntag, 12. Mai, erhalten Interessierte viele Informationen über „lebendige“ Gärten, dazu gibt es positive und negative Foto-Beispiele über verschiedene Gartengestaltungen.

ABENSBERG Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Kelheim und der Obst- und Gartenbauverein Abensberg möchten damit anregen, der Artenvielfalt durch naturnahe Gestaltung Raum im Garten zu verschaffen. Die Ausstellung soll Gartenbesitzer dazu ermuntern, auf ihrem eigenen Grund und Boden Tieren und Pflanzen einen Platz zu geben, sodass diese überleben können.

Wer meint, dass es nach dem so genannten Bienen-Volksbegehren eine Trendwende in bayerischen Gärten gibt, dem erteilte der Vorsitzende der BUND Naturschutz-Kreisgruppe Kelheim, Peter Forstner, eine Absage: „Nach dem Volksbegehren haben viele Gartencenter erheblich mehr bienenfreundliche Sachen ins Regal gestellt - aber die Nachfrage ist nicht so, wie man es erwartet hatte.“ Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Abensberg, Josef Weber, verwies wie schon Forstner zuvor darauf, dass die Erhaltung der Artenvielfalt vor allem auf landwirtschaftlichen Flächen entschieden werde; Gartenflächen seien demgegenüber eben rein rechnerisch verschwindend gering. Und dennoch: „Jeder kann etwas tun, und das wollen wir hier zeigen.“ Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, der soeben vom Runden Tisch zur Artenvielfalt aus München zurückgekehrt war, pflichtete dem bei und betonte, „Kern des Übels“ sei eine „europäisch gestrickte Agrarsubvention. Im EU-Ausland haben wir noch wesentlich größere Betriebe, da wird sich leider nicht viel bewegen.“ Ein „Umsteuern“ sei deshalb auf lokaler Ebene und „mit den Bürgern“ möglich und sinnvoll. Auch die Stadt Abensberg prüft derzeit, welche Flächen für bienenfreundliche Blumenwiesen geeignet sind.

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zu sehen, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Es liegen viele Informationsschriften zum Thema auf.


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