26.04.2018, 23:12 Uhr

Ausdruckskraft Künstlerin Karin Fleischer ist beim Kunstbrunch im Stadtmuseum Abensberg zu Gast

(Foto: klauskurz.de)(Foto: klauskurz.de)

Wenn Karin Fleischer über ihre Kunst erzählt, ist es eine wahre Freude, ihr zuzuhören! Der Funke, der sie seit vielen Jahren antreibt und die Begeisterung, die sie an ihrer Arbeit hat, springen im Gespräch sofort über!

ABENSBERG Das Stadtmuseum Abensberg möchte Interessierten die Möglichkeit geben, bei einer persönlichen Begegnung an der Freunde der Künstlerin teilzuhaben und so weit hinter die Oberfläche ihrer Bilder zu sehen. Gemeinsam mit der Künstlerin findet ein Kunstbrunch am Sonntag, 6. Mai um 11 Uhr im Herzogskasten, Stadtmuseum Abensberg, statt.

Fleischer erfasst in ihrer bisher 45 Jahre langen künstlerischen Schaffensphase die Beschaffenheit der Dinge, hinterfragt sie, macht sie dem Betrachter zugänglich und verständlich. Doch die Künstlerin bildet diese nicht einfach ab: Sie schafft optische Herausforderungen, die zur Imagination und Interpretation einladen. Fleischer blickt mit ihren Arbeiten hinter den undurchdringlichen Ereignishorizont der Realität, wo Sein und nicht Sein gleichzeitig Bestand haben. Diese Herangehensweise vereint sie mit den Ausdrucksformen, die ihr ihr breit angelegtes künstlerisches Repertoire bietet – und aus dem sie in meisterlichen Art und Weise schöpft. Zu Gute kommt ihr neben ihrer eigenen, schier unerschöpflichen Kreativität ihr Studium der Malerei und Druckgrafik in Berlin sowie ihre Zeit unter Prof. Hann Trier, die sie wie auch ihre Zeit in England in ihrem Stil maßgeblich geprägt hat. Wichtig ist ihr dabei, dass sie Querverbindungen zwischen bildender Kunst, Musik und Poesie schafft.

Dabei lässt sich eine spannende Entwicklung in ihrem Schaffen beobachten. Ausgehend vom Gegenständlichen und sehr weich fließenden Bewegungen, wird sie geprägt durch eine gewisse englische Härte und findet „ihren“ Stil in der Linearität und dem Seriellen. Die Aufmerksamkeit ihrer Betrachter erregt sie allerdings nicht durch die reine, zum Paradigma erhobene Stringenz. Vielmehr sind es gerade die kleinen, lockeren Gesten, welche eine ungeheure Dynamik entfalten und die ihren Werken die typische Ausdruckskraft verleihen.


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