12.03.2018, 15:54 Uhr

Wie´s früher war Die Photogilde – Zeitreise anhand ausgewählter Fotographien

(Foto: Beck)(Foto: Beck)

Eine Fotographie kann vieles sein: die Dokumentation eines Zustands, ein Abbild der Wirklichkeit, aber auch eine Erinnerung, die durch das Festhalten unvergesslich wird. Ähnlich wie eine Erzählung gibt sie Aufschluss über eine vielleicht versteckte Wahrheit und bietet zudem Spielraum für Spekulationen rund um die abgebildete Darstellung.

ABENSBERG Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Technik in diesem Bereich bietet, lassen die Ergebnisse zudem zu Kunstwerken werden. Aus dem umgangssprachlichen „Schnappschuss“ wird so eine „kreative Ausdrucksform“. Deren vielfältige Ausführungen sprechen viele Menschen an – doch nicht alle wissen so mit ihnen umzugehen, wie die Mitglieder der Abensberger Photogilde. Wir vom Stadtmuseum möchten im Zuge unserer Reihe „Wie´s früher war…“ dazu einladen, die Abensberger Vertreter dieser Kunst sowie ihre Geschichte bei der nächsten Veranstaltung am Samstag, 24. März, um 14.30 Uhr im Herzogskasten, Stadtmuseum Abensberg, kennenzulernen.

Ein Familienfoto, auf dem die einzelnen Mitglieder auf Anweisung des Fotographen postiert sind oder ein zufälliger Schnappschuss auf einem Badeausflug unter Freunden – was verraten sie nicht alles? Bei genauer Betrachtung fallen sie auf: all die geheimen Blicke und kleinen Gesten, die die einzelnen Akteure miteinander verbinden und jedes Foto zu einer Besonderheit machen.

Die Faszination, die diese Ausdrucksform sowohl in ihrer emotionalen als auch kreativen Ausführung ausübt, zieht viele Begeisterte in ihren Bann. In Abensberg haben sich einige (Amateur-)Fotographen im Jahr 1956 zu einem Verein zusammengefunden, um so gemeinsam ihrem Hobby zu frönen. Diese Vereinigung diente jedoch nicht ausschließlich der Unterhaltung oder dem Austausch: Die Aktionen und Angebote, die die Fotogilde seitdem organisiert und durchführt, sprechen seitdem eine breite Zielgruppe an. Seien es die vereinseigene Jugendgruppe oder die regelmäßig stattfindenden und sehr beliebten Ausstellungen – der Kreuzgang ist vor allem zu den Eröffnungs- und Sonderveranstaltungen gut besucht. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Ausflüge, die das Vereinsleben ausmachen!

Doch es sind nicht nur die Fotographien, die uns bleiben. Dank einer großzügigen Dauerleihgabe von Herrn Helmut Dürmeier, langjährigem und verdientem Mitglied der Photogilde, können wir über eine große Auswahl an Apparaten verfügen – und uns an Hand dieser Exemplare auch den technischen Raffinessen der Fotographie zuwenden.

Im gesamten ein Erfolg, der auch den Gründungsmitgliedern gefallen hätte. Der wohl bekannteste ist Horst Dill, dessen Film „Ein Tag in Abensberg“ bereits im letzten Jahr Mittelpunkt einer gut besuchten Veranstaltung unserer Reihe „Wie´s früher war…“. Am 24. März geht es jetzt um sein zweites Vermächtnis: die Fotogilde. Was hat sich seit ihrer Gründung verändert – was ist geblieben? Ist es noch immer die gleiche Begeisterung, die die Mitglieder der Fotogilde antreibt oder haben sich auch deren Erwartungen an das Ergebnis ihrer Arbeit parallel zu den technischen Errungenschaften verändert? Diese und weitere Fragen sollen im gemeinsamen Gespräch aufgeworfen und vor allem von unserem Gastredner Herr Günther Hauke, langjähriges Mitglied und 2. Vorsitzender der Fotogilde, beantwortet werden. Des Weiteren erwartet die Besucher am Samstag, 24. März, um 14.30 im Herzogskasten Abensberg eine Zeitreise anhand ausgewählter Fotographien sowie die Verköstigung und Bewirtung durch unsere ehrenamtlichen Helfer.


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