25.04.2018, 11:06 Uhr

SSG Metten Gemischte Maibaumwacht

Das Foto aus dem Jahr 2017 zeigt das Hinaufwuchten des Stangerls ausschließlich per Muskelkraft. (Foto: SSG Metten/Wolf)Das Foto aus dem Jahr 2017 zeigt das Hinaufwuchten des Stangerls ausschließlich per Muskelkraft. (Foto: SSG Metten/Wolf)

Bis vor kurzem waren sie noch konzentriert auf Torejagd, jetzt ist allerhöchste Wachsamkeit gefragt: In der letzten und heißen Phase der Vorbereitungen zum traditionellen Mettener Maibaumaufstellen sind die Handballer der SSG bis in die Haarspitzen motiviert.

METTEN Denn das gut 25 Meter hohe Traditionsstangerl soll noch prächtiger dastehen als im Vorjahr. Dieser Tage wird der vor einem Jahr gefällte Baum, wie immer gestiftet vom Benediktiner-Kloster St. Michael, vom Mettener Marktplatz an einen geheimen Ort gebracht. Die SSG-Handballer putzen dort den Baum hingebungsvoll heraus, wie der Brauch es vorschreibt. Dabei werden auch die Zunftzeichen von Mettens Handel und Gewerbe instandgesetzt und gereinigt.

Das Wichtigste aber ist: Der nunmehr gut durchgetrocknete Fichtenstamm wird in den Farben Weiß und Blau „geringelt“. Damit all dies in Ruhe geschehen kann und der Maibaum in der unsicheren Zeit vor dem Aufstellen nicht durch Diebeshand abhanden kommt, muss Wache gehalten werden. Die kräftigen Burschen der A-Jugend wechseln sich dabei mit den nicht minder durchtrainierten Oberliga-Damen ab.

Am 1. Mai wird dann der Baum, begleitet von der Blaskapelle der Handballer, in einem Festzug wieder zurück zum Marktplatz transportiert. Im Rahmen der traditionellen Maibaumfeier, zu der die Bevölkerung und alle Brauchtumsfreunde aus dem Deggendorfer Land herzlich eingeladen sind, wird der 25-Meter-Koloss bei zünftiger Blasmusik, bester Speis und gutem Trank in den dann hoffentlich sonnendurchfluteten weiß-blauen Festtags-Himmel gestemmt.


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