23.10.2017, 14:59 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Neues Buch „Woid Mythen“: Eintauchen in schaurige Geschichten


Der Regener Josef Probst bringt sein siebtes Buch heraus

REGEN Jeder hat sie schon gehört, die Geschichten von der weißen Frau. Überall im Bayerischen Wald soll sie ihr Unwesen treiben, urplötzlich am Straßenrad oder im Rückspiegel auftauchen und dem, dem sie begegnet, in Angst und Schrecken versetzen. Oftmals sind unerklärliche Unfälle mit ihrer Erscheinung verbunden. Kein Wunder also, dass einen ein ungutes Gefühl überkommt und sich die Gänsehaut über den ganzen Körper ausbreitet, wenn jemand von ihr erzählt. Diese und noch ganz andere Geschichten greift Josef Probst in seinem neuen Buch „Woid Mythen“ auf.

Insgesamt sieben Bücher hat der Regener Josef Probst nun schon geschrieben und sie alle beschäftigen sich mit dem Bayerischen Wald. Die ersten vier Bücher handeln von Brauchtum, Sagen, alten Waidler-Rezepten und viel Wissenswertem aus der Vergangenheit seiner Heimat. Das fünfte Buch ist ein reines Sagen und Geistergeschichtenbuch. Und auch im sechsten Buch geht es schaurig zu: Die Rauhnächte im Bayerischen Wald ziehen hier den Leser in den Bann. Josef Probst gibt darin einen Einblick in Brauchtum, Mythen, erklärt woher diese kommen und befasst sich mit den fantastischen Sagengestalten.

In seinem neuen Buch „Woid Mythen“ taucht er wieder ein in die sagenhaften Geschichten des Bayerischen Waldes. Doch dieses Mal gibt es zu jeder Geschichte ein Bild. „Das war mir wichtig, weil viele Leser mit den alten Begriffen nichts mehr anfangen können. Sie kennen kein Irrlicht mehr oder können auch mit dem Namen Grenzsteinversetzer nichts mehr anfangen“, sagt der Autor. Die Bilder wurden zusammen mit dem Krampusverein „D‘Woid Krampal“ gemacht und verleihen dem Buch etwas Gespenstisches: Gänsehautfeeling pur.

Besonders Frauen gefesselt von den Mythen

Seine Bücher freilich leben von den Geschichten, die die Menschen seit Jahrhunderten weitergeben. „Ich mache Wanderführungen, Sagenabende, bei denen die Teilnehmer mir ihre Geschichten erzählen, und betreibe nebenbei die Facebookseite Mystischer Bayerischer Wald. Auch hier schreiben mir die Leute oft, was ihnen widerfahren ist oder wo ich mystische Orte finde“, so Josef Probst. Dass er mit seinen Büchern den Nerv der Zeit trifft, zeigen nicht nur die Verkaufszahlen, auch die Gefällt mir-Angaben auf seiner Facebookseite sprechen für sich. „Ein Beitrag mit der Geschichte über die weiße Frau von Chamerau ist auf Facebook über 3,4 Mio. Mal gelesen worden“, ist Josef Probst stolz.

Besonders Frauen gehören zu seiner Leserschar. „Auf Facebook und auf Vorträgen bemerke ich, dass die Männer hier eher ablehnend dazu stehen, während die Frauen sehr begeistert und gefesselt sind. So sind auch 75 Prozent meiner Kunden Frauen. Ich denke, wenn Männer sich gegenseitig von mystischen Sachen berichten, haben sie Angst lächerlich gemacht zu werden. Frauen sind für solche Sachen offener“, sagt Josef Probst.

Das neue Buch erscheint am 27. Oktober und ist überall im Buchhandel erhältlich. Außerdem kann das Buch auch beim Autor über „Mystischer Bayerischer Wald“ bestellt werden.

Neben seiner Schriftstellertätigkeit hält Josef Probst auch etwa 20 Vorträge pro Jahr über die Sagenwelt im Bayerischen Wald oder über die Rauhnächte. „Oft sind es Vereine die mich buchen“, so Josef Probst und dann geht auch sie wieder um, die weiße Frau, die den Menschen Angst und Schrecken einjagt.


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