21.03.2018, 11:50 Uhr

Beten ohne Barrieren „St. Jakob steht offen für Gläubige mit und ohne Behinderung – ein echtes Vorbild!“


Barrierefreiheit wird in der sanierten Basilika St. Jakob in Straubing vorbildlich umgesetzt

STRAUBING Denkmalschutz und Barrierefreiheit schließen sich nicht aus: die gotische Hallenkirche St. Jakob in Straubing ist dafür ein anschaulicher Beweis. Die Basilika hat für Gottesdienstbesucher mit Gehbehinderung eine Rampe und ein automatisch öffnendes Portal, Induktionsschleifen für Menschen mit Hörbehinderung, Gotteslobbücher in Großschrift und viele weitere Hilfestellungen, um den Gottesdienst zu einem barrierefreien Erlebnis zu machen. „Ich freue mich, der ersten Kirche in Altbayern das Signet überbringen zu können. Besonders beeindruckend ist der gelungene Abbau von Barrieren in einem jahrhundertealten Umfeld, das hohe Ansprüche an den Denkmalschutz stellt“, so Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich der Übergabe des Signets ‚Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!‘ an Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Regionaldekan Monsignore Jakob Hofmann.

Die Basilika St. Jakob wurde von 1998 bis 2016 saniert. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erklärt, warum Barrierefreiheit dabei so ein großes Anliegen war und was sie für die Gläubigen bedeutet: „Alle Gläubigen und Interessierten sollen ungehinderten Zugang haben zu den Kirchen und Gebäuden im Bistum Regensburg. Ich weiß, von diesem Ziel sind wir noch entfernt. Aber mit Sankt Jakob in Straubing ist ein großer Schritt getan. Die Basilika zählt zu den herausragenden Kirchen der Diözese und kann nun als Musterbeispiel für Barrierefreiheit im Einklang mit all den anderen Anforderungen einer zeitgemäßen Sanierung gelten. Ich bin dem Freistaat Bayern dankbar, dass er dieses Projekt mit dem Signet ‚Bayern barrierefrei‘ auszeichnet und ich hoffe, dass wir Schritt für Schritt weitere Kirchen und Gebäude einbeziehen können.“

Das Signet ‚Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!‘ steht für einen konkreten und beachtlichen Beitrag zur Barrierefreiheit. Es weist aber auch auf nachahmenswerte Beispiele hin und auf Partner, die sich mit dem Freistaat zusammen engagieren: „Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, um Barrieren abzubauen – allein im letzten und in diesem Jahr beträgt das Investitionsvolumen 235 Millionen Euro. Aber wir brauchen auch Partner: aus den Kommunen, aus der Wirtschaft, von Interessenverbänden. Hier in der Basilika St. Jakob wird sichtbar, wie viel Barrierefreiheit auch in einem nicht ganz so einfachen Umfeld möglich ist“, betonte Müller.


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