23.06.2020, 16:11 Uhr

Sanitätsgarde des Papstes Malteser begleiten Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Regensburg – „es war uns eine Ehre“


„Es war für uns Malteser eine Ehre und für uns alle ein besonderes Erlebnis, Benedikt XVI. bei seinem Deutschlandbesuch fahren zu dürfen.“ So beschreibt Diakon Reiner Fleischmann, Referent PSNV bei den Maltesern in Regensburg, den ehrenamtlichen Einsatz der Malteser beim Besuch von Benedikt XVI. in seiner Heimat.

Regensburg. Schließlich, so Fleischmann, seien die Malteser die Sanitätsgarde des Papstes. Die Anfrage kam dennoch überraschend. Erst Mittwochabend erhielten die Malteser die Anfrage, ob sie Benedikt XVI., der seinen Bruder besuchen wollte, am folgenden Tag am Flughafen abholen und bei seinem Deutschlandbesuch als Fahrdienst fungieren könnten.

„Als die Anfrage kam, haben wir nicht lange gezögert und zugesagt“, erklärt Rainer Zollitsch, Referent Notfallvorsorge in Regensburg, der den Einsatz koordinierte. Für Zollitsch war es eine besondere Freude aber auch Herausforderung nach dem Weltjugendtag in Köln 2005, den Papstbesuchen in Regensburg 2006 und Erfurt 2011, die Betreuung des bayerischen Papstes durch die Malteser planen und umsetzen zu dürfen: „Mit der Unterstützung der verantwortlichen Leiter des Rettungsdienstes in Niederaichbach, Florian Rott, sowie Regensburg, Nikolaus Hirschmann, und dem Team um Diakon Reiner Fleischmann konnten qualifizierte Einsatzkräfte innerhalb von Minuten gefunden werden. Damit machten die Malteser dem durch Benedikt XVI. 2006 in Freising verliehenen Ehrentitel Sanitätsgarde des Papstes alle Ehre.“ Dabei war keineswegs klar, wie lange der Einsatz dauern würde. „Das war natürlich eine Herausforderung, der wir uns aber gerne gestellt haben“, lacht Zollitsch.

Ähnlich sah es auch Reiner Fleischmann, der bestätigte, dass es etwas ganz besonderes sei, „dem Papst so nahe zu kommen“. Dabei war auch er schon beim Weltjugendtag, beim Papstbesuch 2006 in Regensburg oder in Rom dabei. Ebenfalls mit dabei war der papsterprobte Diözesanarzt Dr. Burkhard Pfaff aus Wörth. Er begleitete den Papst emeritus auf der Rückfahrt von Regensburg zum Flughafen München als Notarzt, um auch für diesen Teil der Reise in die Heimat die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Dr. Pfaff durfte ja bereits während des Aufenthalts von Benedikt XVI. 2006 in Regensburg diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen was ihm in der Presse damals die Bezeichnung „Papstdoktor“ einbrachte.

Der Einsatz dauerte vom 18. bis zum 22. Juni und wurde von den Maltesern ehrenamtlich ausgeführt. Die katholische Hilfsorganisation stellte ein Spezialfahrzeug für Rollstuhltransporte, um den 93-Jährigen bei seinem Besuch zu fahren. Mehrmals besuchte er sein Elternhaus, aber auch zum Grab seiner Eltern begleiteten ihn die Malteser. „Der Papst wirkte bei seinem Besuch sehr klar und es waren für mich und mein Team tolle Momente, diese Persönlichkeit in unserem Fahrzeug zu fahren“, erklärt Fleischmann stolz.

„Es waren Tage, die wir nicht vergessen werden. Natürlich stehen wir wieder bereit, wenn sich Benedikt XVI entschließt, seine Heimat nochmal zu besuchen“, lacht Fleischmann. Aber auch für Papst Franziskus stünden die Malteser jederzeit parat. Denn schließlich sind die Malteser ja die Sanitätsgarde des Papstes


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