29.09.2019, 19:07 Uhr

Glaube Weihe im Dom – drei neue Ständige Diakone für das Bistum Regensburg

(Foto: Julia Wächter)(Foto: Julia Wächter)

Für sie war dieser Samstag ein ganz besonderer Tag: Manuel Hirschberger, Helmut Pscheidl und Harald Schneider haben im Dom ihre Diakonenweihe empfangen.

REGENSBURG Im feierlichen Pontifikalamt am 28. September wurden sie in ihren Dienst als Ständige Diakone eingeführt. Bischof Rudolf Voderholzer begrüßte die vielen Menschen, die dieses „Fest des Glaubens“ mitfeierten – darunter Angehörige, Freunde, Pfarreimitglieder, Mitbrüder im Diakonenamt und über hundert Ministranten aus den Pfarrgemeinden der Weihekandidaten. Für ihr Gebet und Dabeisein dankte ihnen der Bischof. Insbesondere würdigte er die Bereitschaft der Ehefrauen, das Jawort ihrer Männer mitzutragen. Der größte Dank ging natürlich an die drei Männer, die ihrer Berufung gefolgt sind und sich in den Dienst der Kirche stellen.

… wie ein Motto für das Diakonat

In der Predigt erläuterte Bischof Rudolf die verschiedenen liturgischen Handlungen der Diakonenweihe und ging auf zwei über die Liturgie hinausgehende Bräuche ein, die die Kandidaten aufgegriffen haben. Der erste sei die Wahl eines Weihespruchs, also eines Schriftzitats, das wie ein Motto das Diakonat begleiten wird. Der Spruch Manuel Hirschbergers aus Psalm 27 lautet „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“ – ein Glaubensbekenntnis, wie der Bischof betonte. Der Spruch von Helmut Pscheidl habe die Form eines Versprechens: „Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund“ (Ps 34,2). Der Bischof wies im Zusammenhang mit diesem Wort auf die wichtige Aufgabe eines Diakons hin, das Stundengebet der Kirche zu beten. Der Weihespruch von Harald Schneider ist dem Neuen Testament entnommen: „Dient einander – jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“ (nach 1 Petr 4,10).

Ein Anstoß, die neuen Diakone im Gebet zu begleiten

Der zweite Brauch, den die Weihekandidaten aufgegriffen haben, war der des Weiheerinnerungsbildes. Die Männer hatten für das Titelbild einen Künstler, Fritz Meier aus Runding, beauftragt, die drei Weihesprüche graphisch zu vereinen. Das Kunstwerk mit dem Titel „Licht – Mund – Empfangen“ zeigt drei miteinander verbundene Elemente: eine Flamme, einen Kopf mit geöffnetem Mund sowie eine Schale. Das Motiv ist eingebettet in eine Andeutung der zwei Domtürme.

Bischof Rudolf bat die Mitfeiernden, das Weiheerinnerungsbild mitzunehmen und daheim einen würdigen Platz dafür auszusuchen, etwa im Gotteslob oder im Herrgottswinkel. Das biete immer wieder einen Anstoß, für die neuen Diakone ein Gebet zu sprechen. „Die Sorgfalt und die Liebe, die in dieses Bild hineingesetzt sind, verdienen es, dem Bild eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen“, sagte Bischof Voderholzer.

Durch Handauflegung und Gebet

Im Anschluss an die Predigt wurden die drei Männer durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht. Als sichtbares Zeichen für ihr Amt wurde den drei Frischgeweihten ihre „Dienstkleidung“ angelegt: die Stola und die Dalmatik. Dann überreichte ihnen der Bischof das Evangeliar mit den Worten: „Empfange das Evangelium Christi.“

Manuel Hirschberger wird sein Diakonenamt hauptberuflich in der Pfarrei St. Michael in Neutraubling ausüben. Helmut Pscheidl aus der Pfarreiengemeinschaft Oberalteich-Parkstetten und Harald Schneider aus der Pfarreiengemeinschaft Chamerau-Runding bleiben weiterhin in ihren Zivilberufen tätig und verrichten ihren Dienst nebenberuflich. In ihren Pfarreien werden die Ständigen Diakone das Evangelium verkünden und bei der Eucharistiefeier assistieren; sie werden predigen, taufen, trauen und beerdigen. Sie sind Ansprechpartner für Menschen in Not, insbesondere für alte und kranke Menschen.


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