01.10.2018, 11:17 Uhr

Glaube „Werden Sie Engel für Ihre Gemeinden!“ – Bischof Voderholzer weiht vier neue Ständige Diakone


Durch Handauflegung und Gebet weihte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Samstag, dem 29. September, im bis auf den letzten Platz gefüllten Hohen Dom St. Peter zu Regensburg Thomas Bauer (Jahrgang 1982), Jürgen Donhauser (Jahrgang 1967), Karlheinz Renner (Jahrgang 1965) und Ovidiu Weiman-Chirilov (Jahrgang 1971) zu Ständigen Diakonen.

REGENSBURG Für die vier Weihekandidaten ist die Diakonenweihe nicht die Vorstufe zur Priesterweihe, da sie bereits verheiratet sind. Die Ehefrauen bekundeten beim Weiheversprechen ihrer Ehemänner, diese in ihrem kirchlichen Dienst zu unterstützen und wirkten später auch bei der Gabenprozession mit. Zahlreiche Priester feierten mit Bischof Rudolf diesen Weihegottesdienst, unter ihnen auch Prälat Dr. Franz Frühmorgen, der Leiter des Referats Priester und Ständige Diakone. Viele Ständige Diakone, die das Bistum Regensburg verzeichnen kann, waren ebenfalls in den Regensburger Dom gekommen, um mit ihren neuen Mitbrüdern diesen bedeutsamen Tag zu begehen. Musikalisch gestaltet wurde der Weihegottesdienst von den Regensburger Domspatzen.

Bischof Voderholzer an die neugeweihten Diakone: „Gott schenkt Ihnen Flügel!“

In seiner Predigt stellte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Weihekandidaten die Tagesheiligen - die heiligen Erzengel Michael, Raphael und Gabriel - als Vorbilder dar und ermunterte sie dazu, „Engel für Ihre Gemeinden“ zu werden. „Ihnen werden Flügel geschenkt – nicht um abzuheben, sondern um Boten Gottes zu werden, die eine Botschaft zu überbringen haben und hierbei im Dienst von jemandem stehen, der größer ist als sie.“

Zudem erinnerte Bischof Rudolf daran, dass jeder der drei Erzengel in seinem Namen ein „-el“ am Ende stehen habe – und dieses „-el“ heiße jeweils übersetzt „Gott“. „Michael“ etwa heiße ins Deutsche übersetzt „Wer ist wie Gott“, Raphael „Gott ist heil“ und Gabriel „“Gott ist stark“ – dies seien alles Aussagen über Gott, die sich allesamt konkret in den Dienst des Diakons übersetzen ließen: Anteil zu haben am Hirtendienst Jesu Christi, an der Verkündigung des Wortes Gottes und am Liebesdienst Gottes an den Menschen. „Sie können den Menschen die heilende Botschaft Gottes verkünden – und dabei helfen, die vielen Götzen, die um die Herzen der Menschen buhlen, zu entlarven. Bringen Sie außerdem all Ihre Erfahrungen als Ehemänner, Familienväter und Berufstätige in Ihren Dienst mit ein“ sagte der Regensburger Oberhirte und dankte sowohl den neuen Diakonen für ihre Dienstbereitschaft als auch den Ehefrauen und Familien für deren Unterstützung.

Das Ständige Diakonat: Ein Dienst für Gott und die Menschen

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) hat das Ständige Diakonat wiederbelebt. Die Aufgaben von ständigen und nicht-ständigen Diakonen sind die gleichen: Sie sind in der Seelsorge tätig, geben als Diakone im Hauptberuf Religionsunterricht und bereiten junge Menschen auf die Sakramente vor. In der Messe dürfen sie predigen, das Evangelium verkünden und dem Priester bei der Eucharistiefeier assistieren. Sie spenden die Taufe, stehen kirchlichen Begräbnisfeiern vor und assistieren bei der Spendung des Ehesakramentes. Empfangen sie als verheiratete Männer das Weihesakrament, sind sie für die Dauer dieser Ehe von der Verpflichtung der Ehelosigkeit (Zölibat) befreit. Im Bistum Regensburg wurde das Ständige Diakonat 1973 eingeführt.


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