25.07.2018, 14:17 Uhr

Verabschiedung Congregatio Jesu zieht sich zurück – Erbe Mary Wards bleibt an den Marien-Schulen lebendig

(Foto: Archiv der Congregatio Jesu)(Foto: Archiv der Congregatio Jesu)

Am Donnerstag, 26. Juli, findet die feierliche Verabschiedung der Schwestern der Congregatio Jesu in Regensburg statt. Der vorletzte Schultag vor den Sommerferien setzt somit den Schlusspunkt einer 115-jährigen Geschichte.

REGENSBURG „Die Schwestern verlassen Regensburg, doch das Werk, dass im Geiste unserer Ordensgründerin Mary Ward entstanden ist, lebt weiter und bleibt lebendig“, erklärt Sr. Sabine Adam CJ, die Provinzialoberin der Congregatio Jesu. „Das ist gut zu erkennen, denn nach dem Festgottesdienst zum Abschied unserer Schwestern gibt es auch einen Neuanfang zu feiern“, so Sr. Sabine Adam CJ. „Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wird die generalsanierte Marien-Schule einweihen.“ Die Schwestern der Congregatio Jesu, früher aufgrund der Herkunft der ersten Schwestern „Englische Fräulein“ genannt, wirkten seit dem Jahr 1903 in Regensburg erfolgreich als Lehrerinnen. An der „Höheren St. Marien Mädchenschule“ (St. Marien-Gymnasium) wurde 1916 das erste Mädchenabitur im damaligen Königreich Bayern abgelegt. Seit 1924 gab es auch eine zweite Schulform, die später zur Realschule wurde. In den frühen 1990er Jahren war allerdings absehbar, dass aufgrund von Nachwuchsmangel die Schwestern die Schulen nicht würden weiterführen können. Die Diözese Regensburg übernahm 1993 die Schulen. Seit 2004 hat die Schulstiftung der Diözese die Trägerschaft für Realschule und Gymnasium.

„Wir sind der Diözese Regensburg sehr dankbar für die Sorge um die Schulen, insbesondere für die Bereitstellung eines Schulseelsorgers“, sagt Sr. Sabine Adam CJ. „Domvikar Studienrat Andreas Albert leistet eine wunderbare Arbeit für und mit den Schülerinnen.“ Besonders freut sich die Provinzialoberin der Congregatio Jesu über das ausgezeichnete Tutorinnensystem an den Marien-Schulen. „Ältere Schülerinnen helfen jüngeren Schülerinnen beim Eingewöhnen und bei fachlichen Fragen – dass dieser Geist lebendig ist und bleibt, freut mich sehr.“ Bis zum Frühjahr lebten elf Schwestern in Regensburg. Die letzten vier werden die Kommunität bis Anfang August verlassen und an verschiedene andere Standorte der Ordensgemeinschaft umziehen. Die Congregatio Jesu wurde 1610 von der Engländerin Mary Ward gegründet. Weltweit gehören dem Orden mehr als 1.500 Schwestern an. Die Mitteleuropäische Provinz der Congregatio Jesu umfasst den deutschsprachigen Raum zwischen Hannover, Meran und Wien sowie Ungarn.


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