10.03.2018, 08:55 Uhr

Mittendrin im Leben und im Glauben Der Passauer Domladen feiert sein 10-jähriges Jubiläum

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Der Passauer Domladen feiert sein 10-jähriges Jubiläum.

PASSAU Der Domladen mit der Mediothek zeigt die Vielfalt des Glaubens auf und führt auf diese Weise den Menschen an den Glauben heran. Zentral am Domplatz gelegen ist er gleichzeitig auch ein Ort der Begegnung und Gespräche - eine Anlaufstelle für Suchende – eine spirituelle Oase – ein Zugang zu Kirche und Glaube. Findet sich doch hier gebündelt alles zum Thema Glauben. Egal ob christliche Literatur, kleine Geschenke, Taufkerze, geistliche Musik, Rosenkranz oder Engelsfigur – hier wird jeder fündig. Domladen und Mediothek können in diesem Jahr auf 10 Jahre zurückschauen. Vom erstmals kleinen Angebot ist dieser kirchliche Dienstleistungsservice jetzt zu einem wichtigen Bestandteil im Leben der Menschen geworden.  

Nach einer kleinen Renovierung und Neugestaltung finden bereits in der Aktionswoche vom 19. – 24. März nach der Segnung der Räume durch Generalvikar Dr. Klaus Metzl verschiedene Aktionen und Wettbewerbe statt. Eine Rallye, alte Filme und eine Ausstellung während des gesamten Jahres runden das Jubiläumsprogramm ab. In einem feierlichen Festakt am 30. November wird das Jubiläum dann gebührend gefeiert. Bei der anschließenden Hausmesse zeigen regionale Künstler und Anbieter ihre Produkte.

10 Jahre Domladen und Mediothek

Ein zentraler Laden am Domplatz für die Gläubigen, Gäste und Touristen. Eine einzige Anlaufstelle für Priester sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese, wenn es um Unterrichtsmaterial oder Filme geht: Das waren die Ausgangspunkte als der Domladen und die Mediothek im Haus St. Valentin am Domplatz 6 seine Pforten im Oktober 2008 geöffnet hat. Ihre künftige Aufgabe als kirchlicher Medienservice bestand außerdem darin, mit Hilfe der Medien den Menschen auf der Suche nach Gott zu helfen und verlässlicher Begleiter zu sein. 

Das ist dem Passauer Domladen im Verbund mit der Mediothek voll nach 10 Jahren gelungen: Mitten im Herz von Passau - zentral am Domplatz gelegen – ist er mittlerweile ein lebendiger Anziehungsmagnet für die Menschen geworden.  Bündeln sich doch hier alle christlichen, religiösen und medialen Angebote zu den Lebensknotenpunkten rund um Taufe, Kommunion, Firmung, Schule, Hochzeit, Liebe, Glauben, Trauer. Das Kirchenjahr mit Advent, Weihnachten, Ostern und Pfingsten spiegelt sich hier ebenso wider. Also alles was im Leben der Menschen passiert und was sie berührt und beschäftigt. Der Domladen zeigt durch die vielen religiösen Symbole die Vielfalt des Glaubens auf und führt auf diese Weise den Menschen an den Glauben heran. 

Inzwischen sind rund 9.000 Produkte im Angebot. Neben einem festen dauerhaften Bestand wird in der Regel alle 4-6 Wochen ein Teil des Sortiments neu ausgestaltet, um das Angebot attraktiv, abwechslungsreich und inspirierend für die Kunden zu halten. Es wird zudem Wert auf hochwertige regionale Produkte gelegt. Ein Teil der Waren stammt von Herstellern oder Künstlern aus dem Bistum Passau, wird individuell gestaltet oder auf Auftrag entsprechend gefertigt. „Wir wollen immer etwas Besonderes oder Einmaliges anbieten; etwas das man woanders nicht findet. So steigern wir unsere Attraktivität und wecken die Neugierde der Menschen“, ist sich Lothar Wimberger, der Leiter des Domladens, sicher. „Derzeit haben wir zusammen mit der Domschreinerei ein hölzernes Kreuz versehen mit einem Bruder-Konrad-Symbol eigens für das Bruder-Konrad-Jahr im Bistum gefertigt“. Das Kreuz wird in ca. einer Woche im Laden käuflich zu erwerben sein. 

Raum geben für die wichtige Suche nach dem guten Buch: Der Domladen weckt mit einem sorgsam ausgesuchten Sortiment an hochwertigen christlichen Büchern stets Neugier bei den Lesern.  Gemütliche kleine Rückzugsorte im Laden ermöglichen ein erstes Schmökern und Stöbern. Bücher, die nicht vorrätig sind, können als Service selbstverständlich bestellt werden. 

Gleichzeitig ist der Domladen auch ein wichtiger Dienstleister für die Haupt- und Ehrenamtlichen in der kirchlichen Arbeit, für den Religionsunterricht aller Schularten, Erwachsenenbildung und Ausbildung, die hier viele nützliche Materialien und Anregungen finden können. Die Mediothek des Bistums, mit Verleihung von technischer Ausrüstung und Downloadportal, ist beim Domladen angegliedert. Gut 2000 Audio- und Download-Medien für Schulen, Bildungs- und Gruppenarbeit stehen hier zum kostenlosenVerleih für dienstliche Zwecke zur Verfügung. 

„Ein Grundsatz bleibt seit Jahren“, so Wimberger, „jeder soll etwas finden können, gleich, ob theologischer Laie, oder studierter Profi, Kunstkenner oder einfach nur Liebhaber schöner Kleinigkeiten, Tourist oder Stammgast, Kind, Jugendlicher oder Senior“. Es wird besonders Wert auf persönliche und individuelle Beratung gelegt – soll sich der Kunde doch wohl fühlen und seine Wünsche und Erwartungen erfüllt werden. Fundiert ausgebildet und zum Teil mit langjähriger Erfahrung trägt das Team dazu bei, dass der Besuch im Domladen immer ein Gewinn für den Besucher ist.

Was ist alles passiert?

Josef Duschl, der das Ladenkonzept entwickelt hat und bis zu seiner Pensionierung acht Jahre lang den Domladen geführt hat, kann sich noch gut an die Anfangszeiten erinnern. Ging doch damals die Diözese einen neuen Dienstleistungsweg für die Seelsorge: „Auf rund 150m² ist mit Domladen und Mediothek für die Diözese ein Dienstleistungsunternehmen entstanden, das in dieser Form und Konzeption einmalig war“, so Duschl. Das Angebot und das Sortiment wurden im Laufe der Jahre stets aktualisiert, angepasst, erweitert und ausgebaut.

„Was können wir noch besser machen“ war immer Auftrag und so konnte das ursprüngliche Anfangsangebot inzwischen mehr als verdoppelt werden. Besondere Höhepunkte waren z. B. der Verkauf einer Madonna von 4000 Euro und eine Buchsignierung von Pater Anselm Grün. Große logistische Arbeit leistete der Domladen Ende 2013 mit dem Verkauf von rund 100.000 Exemplaren des neuen Gotteslobes, die in eigener Regie und Verantwortung innerhalb kürzester Zeit ausgeliefert worden.

Sprichwörtlich „voll war der Laden“, als Bischof Dr. Stefan Oster SDB sein Buch „Im Bistum gut angekommen“ unter großem Andrang im Domladen vorstellte.  Auch der Domautomat im Dominnenhof geht auf die Initiative des Domladens zurück. Vor einiger Zeit konnte die wertvolle Faksimile des „Passauer Evangelistar“ aus dem 12. Jahrhundert, eine einmalige romanische Buchkunst in Gold und Silber, besichtigt werden. Erst vor kurzem wurde hier auch der offizielle Startschuss für den Kartenvorverkauf zur Palm-Rock-Night durch Bischof Oster gegeben. Zusätzlich fanden während der Jahre kleine geistliche Konzerte, Buchpräsentationen, Lesungen und Kunstausstellungen statt.

Es begann vor 60 Jahren

Über 60 Jahre ist es her, dass die damalige Gemeindeschwester Lina Haas im Ordinariat Passau erstmals Medien für die Seelsorge vermittelt hat. Nach der Gründung des Seelsorgeamtes vor 47 Jahren stand die private Dia-Sammlung des ersten Leiters, Prälat Johannes Sommer, für interessierte Geistliche zur Ausleihe zur Verfügung. Seither hat sich Vieles verändert. Und die Verkaufsstelle sowie die Verleihstelle sind zu beachtlicher Größe angewachsen und zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Services für die Pfarreien geworden.

Vor über 10 Jahren ist die Idee gereift, die verschiedenen Verkaufsstellen des Ordinariates im Seelsorgeamt, im Jugendamt, im Schulreferat und in Sankt Max zusammenzuführen und mit dem Medienverleih zu vereinen. Diese Idee ist mit dem Domladen und der Mediothek im Haus St. Valentin vor 10 Jahren Realität geworden.


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