06.03.2018, 11:46 Uhr

Gleichberechtigung ist oberstes Ziel KDFB startet Plakataktion zum Internationalen Frauentag

FRAUEN! WÄHLT! FRAUEN! Diesen Aufruf verbreitet der KDFB bei einer Plakataktion rund um den Internationalen Frauentag. In der Diözese Passau werden in Altötting, Pfarrkirchen und Passau entsprechende Plakate aufgehängt, wie KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger (rechts) und Bildungsreferentin Tanja Kemper (links) bekannt gaben. (Foto: Mareen Maier)FRAUEN! WÄHLT! FRAUEN! Diesen Aufruf verbreitet der KDFB bei einer Plakataktion rund um den Internationalen Frauentag. In der Diözese Passau werden in Altötting, Pfarrkirchen und Passau entsprechende Plakate aufgehängt, wie KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger (rechts) und Bildungsreferentin Tanja Kemper (links) bekannt gaben. (Foto: Mareen Maier)

Zum Internationalen Frauentag am 8. März kritisiert der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau die in der Gesellschaft vorhandenen Benachteiligungen von Frauen und fordert konkrete Maßnahmen zur Schaffung tatsächlicher Gleichberechtigung.

PASSAU „Es darf nicht sein, dass die Lebensleistung und Arbeit von Frauen in unserem Land weniger wertgeschätzt wird als die von Männern“, erklärt die Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner.

Seit Bestehen des Internationalen Frauentages hat sich viel für die Rechte von Frauen getan, wie die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts im November 1918, Zugänge zu allen Bildungsformen oder die Einrichtung des Mutterschutzes, um nur einige Beispiele zu nennen. „Wir begrüßen die Veränderungen der letzten hundert Jahre, aber wir vermissen eine kontinuierliche Verwirklichung der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Es ist nicht akzeptabel, dass trotz deren Festschreibung im Grundgesetz 1949 und trotz des Ersten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung 2011 Frauen immer noch für gleiche Rechte, Chancen und Löhne kämpfen müssen“, erläutert Benkenstein-Matschiner.

Der KDFB fordert Verantwortliche in Politik und Wirtschaft auf, sich uneingeschränkt und unmissverständlich für eine tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzusetzen. „Eine einheitliche Bewertung und Entlohnung von Arbeiten muss selbstverständlich sein“, betont die Diözesanvorsitzende.

Anlässlich des Weltfrauentags startet der KDFB zudem eine Plakataktion zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“. In Passau, Altötting, Pfarrkirchen und vielen weiteren Städten Bayerns werden Plakate aufgehängt, die vor Augen führen: Es sind weniger als 30 Prozent Frauen im Parlament. Und die auffordern: Wählen Sie bei den Landtagswahlen im Oktober Frauen mit der Zweitstimme auf den Wahllisten nach vorne und ins Amt. „Leider ist es oft ein weiter Weg von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung“, so Elfriede Schießleder, die Vorsitzende des KDFB-Landesverbandes.

„Das Recht zu wählen haben wir Frauen nun schon lange, jetzt muss unser Ziel sein, Frauen ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend in Abgeordnetenfunktion zu bringen.“ Wo die Plakate in der Diözese Passau genau hängen werden, wissen KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger und Bildungsreferentin Tanja Kemper: „In Passau wird das entsprechende Plakat bis spätestens Donnerstag in der Neuburger Straße 104c aufgehängt. In Altötting wird das Plakat in der Chiemgauerstraße 5 und in Pfarrkirchen am Bahnhofsplatz zu finden sein“, so Plechinger und Kemper.


0 Kommentare