12.02.2018, 09:28 Uhr

Im Lichtglanz der Hoffnung Ökumenischer Gottesdienst anlässlich Mariä Lichtmess in Ayrhof

Bürgermeisterin Josefa Schmid (Mitte) freut sich über den Engel von Dorothea Stuffer (2.v.li.). (Foto: Schmid)Bürgermeisterin Josefa Schmid (Mitte) freut sich über den Engel von Dorothea Stuffer (2.v.li.). (Foto: Schmid)

Etwa eineinhalb Stunden bevor in der Ayrhofer Herz-Jesu-Kirche der ökumenische Gottesdienst zu Mariä Lichtmess begann, hüllt eine dichte Schneeflockenwolke die vorher kahl und grau wirkende Landschaft in ein Schneegewand, welches den abendlichen Engelweg in ein friedliches Licht tauchte. Der Verein Pilgerweg Sankt Wolfgang mit seiner Vorsitzenden Hildegard Weiler hatte den ökumenischen Gottesdienst, der vom katholischen Pfarrvikar Markus Meier und dem evangelischen Pfarrer Roland Kelber gestaltet wurde, organisiert.

KOLLNBURG/AYRHOF Zur Einstimmung auf die feierliche Stunde bei Kerzenschein in der Dorfkirche pilgerte eine Gruppe Gläubiger unter Begleitung von Pfarrer Kelber ab Hof mit Laternen ein Stück am gerne besuchten Engelweg an. Friedl Dreischmeier, der bereits beim Aufbau im September 2017 die Bauleitung dieses leicht begehbaren Weges innehatte, hatte vorher zusammen mit Pilgerhelfer Xaver Hagengruber jede Engelfigur mit einer erleuchteten Laterne versehen, die von der Gemeinde Kollnburg zur Verfügung gestellt wurden.

Mit einem Taizé-Gesang auf den Lippen traf die Pilgerschar im Gotteshaus ein, wo sich noch weitere Gläubige hinzugesellten. Jeder hatte ein Kerzenlicht bei sich, sodass der mittlerweile in Dunkel gehüllte sakrale Raum im warmen Licht erstrahlte.

„Christus ist das wahre Licht, das uns begleitet und das auch in dunklen Zeiten Orientierung und Frieden bringt. Die Engel als Gottes Diener bringen von Christus gesandt das Licht in die Welt, welches dem Glauben den Weg weist.“ Pfarrvikar Markus Meier übernahm den liturgischen Teil des Gottesdienstes.

Pfarrer Kelber begleitete die Lieder mit der Gitarre und hielt die Predigt. „Das Baby Jesus wurde nach dem Gesetz als Erstgeborener von Maria und Josef in den Tempel gebracht. Dort erkannten der Greis Simeon und die hochbetagte Witwe Hannah in Jesus den Heiland. Nun konnten sie in Frieden fahren. Treu hatten sie bis ins hohe Alter auf den angekündigten Messias gewartet. Doch hätten sie ihn nicht wahrgenommen, wenn sie nicht viele Jahre vorher schon durch Gottes Wort und Zusage vorbereitet gewesen wären.“ Der Pfarrer betonte, dass auch heute bei den Menschen auf der Suche nach Jesus gelte, dass Jesus im Tempel – das sei die Kirche – zu finden ist. Wenn wir ihn kennenlernen wollen, so sei es ratsam, treu an den Gottesdiensten teilzunehmen, auch wenn man nicht jedes Mal ein großes „Erweckungserlebnis“ habe.

Nach dem Gottesdienst benannte Hildegard Weiler alle Kunst- Events, die der Verein Pilgerweg Sankt Wolfgang mit der Gemeinde Kollnburg und der Künstlerin Dorothea Stuffer unter der Anregung von Bürgermeisterin Josefa Schmid seit 2012 alljährlich auf die Beine gestellt hat. Schließlich überreichte sie Schmid einen Blechengel mit der Frage, ob sie die Schirmherrschaft vom Herzstück des Wolfgangsweges übernehmen wolle.

Die Bürgermeisterin nahm dankend an und betonte die gute Wirkung dieser Kunstaktionen auf die gesamte Region. Zum Schluss gab es noch ein Gstanzl in Mundart von Pilger Rudi. Dreischmeier startete einen Aufruf an junge Leute, sich am Aufbau des Wolfgangsweges für die Strecke nach Regensburg zu beteiligen. Und Stuffer ließ durchblicken, dass sie für ein eventuelles siebtes und damit abschließendes Projekt ins Auge gefasst hat, die Einödhöfe der Region mal auszukundschaften.


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