17.05.2020, 12:00 Uhr

Fotoausstellung 100. Geburtstag von Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II. hat Altötting im Jahre 1980 besucht. Foto: PMPapst Johannes Paul II. hat Altötting im Jahre 1980 besucht. Foto: PM

Die Shrines of Europe-Stadt Tschenstochau in Polen hat zu seinem 100. Geburtstag eine Fotoausstellung mit den Papstbesuchen in den Shrine-Städten, darunter auch Altötting, auf die Beine gestellt

Altötting/Europa. Papst Johannes Paul II. (geb. 18.5.1920) würde heuer seinen 100. Geburtstag feiern. Anlass genug für die Shrines of Europe-Städte eine Fotoausstellung der Reisen des Heiligen Vaters nach Altötting, Tschenstochau, Einsiedeln, Fatima, Loreto, Lourdes und Mariazell zu zeigen.

1978 wählte die in der Sixtinischen Kapelle des Apostolischen Palastes im Vatikan versammelte Kardinalsgemeinde, den in Wadowice geborenen Polen Kardinal Karol Wojtyła zum Papst. Der neue Papst nahm den Namen Johannes Paul II. an. Er war der erste Bischof von Rom außerhalb Italiens nach 455 Jahren.

Sein Pontifikat zeichnete sich durch zahlreiche apostolische Reisen aus. Insgesamt 104 Mal bereiste der selbsternannte Papstpilger 130 Länder der Welt auf allen Kontinenten.

Während jeder Pilgerreise besuchte er diverse Marienheiligtümer. Dabei betonte er immer wieder seine Hingabe an die Mutter Gottes, die nicht nur in der Kirche eine besondere Rolle hat, sondern auch in seinem eigenen Leben.

Johannes Paul II. war über 26 Jahre lang Oberhaupt der katholischen Kirche und starb am 2. April 2005 im Vatikan.

In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal die Geburt von Johannes Paul II. Die Shrines of Europe beschlossen, dieses Ereignis mit einer Fotoausstellung von den Reisen des Heiligen Vaters nach Altötting, Tschenstochau, Einsiedeln, Fatima, Loreto, Lourdes und Mariazell zu feiern.

Im November 1980 besuchte Papst Johannes Paul II. auf seiner ersten Deutschlandreise Altötting. Damals war der Kapellplatz mit 60.000 Gläubigen gefüllt. Der polnische Papst hat sich immer persönlich mit der bayerischen Pilgerstadt verbunden gefühlt. Während seines Besuchs wurde Papst Johannes Paul II. von Erzbischof Joseph Ratzinger, später Papst Benedikt XVI., begleitet.

Insgesamt sechs Mal pilgerte Johannes Paul II. nach Tschenstochau in Polen. Hier hinterließ er zahlreiche Erinnerungen, darunter die Goldene Rose - die höchste päpstliche Auszeichnung für das Heiligtum, die goldenen Kronen, die am Tag vor seinem Tod geweiht und gespendet wurden und heute das Wunderbild der Schwarzen Madonna schmücken.

Im Sommer 1984 besuchte er die Schweizer Stadt Einsiedeln um dort den 1050. Jahrestag der Benediktinerabtei zu feiern und den neuen Hauptaltar der Kirche zu weihen.

Im Mai 1982 besuchte der Papst zum ersten Mal das Heiligtum von Fatima. Dies war die wichtigste Etappe seiner Pilgerreise nach Portugal, weil er der Muttergottes für die Rettung seines Lebens danken wollte. Auf den Tag genau fand im vergangenen Jahr auf dem Petersplatz in Rom ein Attentat auf das Leben des Papstes statt. Mysteriöser Weise fiel dies mit dem Jahrestag der ersten Erscheinung von Fatima am 13. Mai 1917 zusammen. Am 10. Jahrestag des Angriffs auf den Petersplatz 1991 kehrte der Papst nach Portugal zurück. Während im großen Jubiläumsjahr 2000 die Menschwerdung Gottes gefeiert wurde, fand die dritte und letzte Pilgerreise von Johannes Paul II. nach Fatima statt. Der Papst war zu diesem Zeitpunkt bereits fast 80 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen.

In den Jahren 1979, 1985, 1994, und 2004 besuchte der Heilige Vater Johannes Paul II. insgesamt 4 Mal Loreto in Italien.

Die erste Reise von Johannes Paul II. nach Lourdes, die im Juli 1981 geplant war, fand aufgrund des Terroranschlags auf den Papst nicht statt. Erst 2 Jahre später bereiste er dann im Jahr 1983 das erste Mal Lourdes. Im August 2004 besuchte er erneut die Stadt. Zu dieser Zeit war der Papst bereits bei schlechter Gesundheit. Es war seine letzte ausländische Pilgerreise, die unter dem Namen "Patient unter den Kranken" in die Geschichte einging.

Die Österreichische Shrines of Europe Stadt Mariazell besuchte Papst Johannes Paul II. im Herbst 1983. Das Papstdenkmal vor dem Rathaus erinnert noch heute an die große Bedeutung, die der Heilige Vater für die Wallfahrtsstadt Mariazell hatte. 1997 wurde der Heilige Vater zum Ehrenbürger von Mariazell ernannt.

Die Fotoausstellung anlässlich des 100 Geburtstages des Heiligen Vaters wurde federführend von Tschenstochau erstellt. Sie ist ab dem 18.05.2020 auf www.shrines-of-europe.com zu sehen.