24.07.2020, 14:02 Uhr

Medizin Klinik Mallersdorf nimmt Herzkatheterlabor in Betrieb

 Foto: Elisabeth Landinger Foto: Elisabeth Landinger

Erstmals in der Geschichte der Klinik Mallersdorf wird am Dienstag, 28. Juli, am Standort ein Herzkatheterlabor in Betrieb genommen.

Mallersdorf. Chefarzt Dr. Werner Schmid, Internist, Kardiologe, Hypertensiologe und interventioneller Kardiologe, war mit seiner fachlichen Expertise federführend am Aufbau und der Einrichtung beteiligt. Er bringt seine langjährige Erfahrung aus der Invasivkardiologie eines Maximalversorgers, dem Klinikum Darmstadt, sowie aus dem Straubinger und Bogener Herzkatheterlabor ab 27. Juli dieses Jahres an der Klinik Mallersdorf ein. Damit wird die kardiologische Versorgung in der Region um eine wesentliche Leistung erweitert, für die bisher Verlegungen beziehungsweise Anfahrten von rund 30 Kilometern erforderlich waren. Landrat Josef Laumer besichtigte in der Woche vor der Eröffnung das neue Herzkatheterlabor und ließ sich von Chefarzt Dr. Schmid den Ablauf der Untersuchung und die Funktionsweise der Anlage schildern.

Zahlreiche tiefgreifende personelle, organisatorische, strukturelle und gerätetechnische Entscheidungen mussten in den vergangenen Monaten getroffen werden, um an der Klinik Mallersdorf Herzkatheteruntersuchungen und -eingriffe zu ermöglichen. Mit Schulungen und fachlichem Austausch mit dem Herzkatheterteam der Bogener Partnerklinik konnte ein hochmotviertes und qualifiziertes Assistenzteam rekrutiert werden, das Herzpatienten bei Katheteruntersuchungen und -eingriffen rundum kompetent versorgt. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin Lena Hetzenecker leitet das pflegerische Team des Herzkatheterlabors.

Als geeignete Räumlichkeit kristallisierte sich die ehemalige Zentrale Sterilgutversorgung im Erdgeschoss heraus, die bis Fertigstellung des geplanten OP-Anbaus in eine modulare Einheit ausgelagert ist. Vorteile dieser Örtlichkeiten für das Herzkatheterlabor sind laut Dr. Schmid die günstige Lage zwischen Notfallanfahrt, Notaufnahme und der geplanten neuen Intensivstation. „Baulich wurde auf eine getrennte Einschleusungsmöglichkeit für Personal und Patienten geachtet,“ erklärt der Kardiologe. „Damit können unter Beachtung hoher hygienischer Standards und hervorragender Bildqualität im Herzkatheterlabor auch Implantationen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren vorgenommen werden.“

Wesentlichen Anteil an der Planung, Koordinierung und der technischen Umsetzung hatte der Leiter der Medizintechnik Michael Stöberl mit den Mitarbeitern der technischen Abteilung der Klinik Mallersdorf. Gerätetechnisch fiel die Entscheidung für eine Anlage der modernsten Generation der Firma Philips.


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