29.04.2020, 14:21 Uhr

Bereits über 3.500 Behelfsmasken Wirtschaftsministerium sorgt für heiß laufende Nähmaschinen in Niederwinkling

 Foto: Kommunalunternehmen Niederwinkling Foto: Kommunalunternehmen Niederwinkling

Die vom Bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angekündigte Lieferung von zertifiziertem Material zum Selbernähen von sogenannten Behelfsmasken ist in Niederwinkling angekommen. Am Montag, 27. April, konnten die Bauhofmitarbeiter die Stoffrolle im Landratsamt Straubing-Bogen abholen.

Niederwinkling. Wie bereits berichtet haben sich in der Gemeinde Niederwinkling viele helfende Hände zusammengefunden, die bislang aus Material wie Stoffen, Tischdecken und Bettwäsche passgenaue Zuschnitte für das Zusammennähen der Masken fertigten, die dann unter anderem auch von Bianca Brunner, die die Aktionen um die Winklinger Stofferlgruppe koordiniert, genäht werden. Dazu wurde auch die Kantine der Firma Dichtungstechnik Wallstabe und Schneider zu einem Nähsaal umfunktioniert.

Da die heißersehnte Materiallieferung nun eingetroffen ist, konnte Bürgermeister Ludwig Waas zusammen mit Rita Widmann und Bianca Brunner die Stoffrolle an die Dr. Loew Einrichtung liefern. Auch hier wird fleißig das Material zugeschnitten und zum Nähen vorbereitet. Insgesamt besteht inzwischen die Gruppe aus über 60 Helferinnen und Helfer jeden Alters. Die älteste Person ist Mitte 80 und schneidet zu Hause die Stoffe zu.

Über 3.500 Behelfsmasken konnten mittlerweile genäht und ausgeliefert werden. Das entspricht ungefähr einer Stoffgröße von über 200 Quadratmetern. Täglich schafft die Winklinger Stofferlgruppe circa 100 bis 250 Masken. Mit der großartigen Unterstützung der Einrichtung von Dr. Loew sowie der Stofflieferung konnten die Kapazitäten nochmals gesteigert werden. Bianca Brunner, die Organisatorin dieser großartigen Aktion, nimmt gerne weitere Helferinnen und Helfer sowie Stoffspenden entgegen.

In einer groß angelegten Aktion wurden vergangene Woche alle Seniorinnen und Senioren im Gemeindegebiet informiert, dass diese Schutzmasken ausgegeben werden. Die Bestellannahme und die kostenlose Lieferung werden von der Quartiersmanagerin Rita Widmann organisiert und koordiniert. Mittlerweile haben über 300 Bürgerinnen und Bürger das Angebot angenommen.


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