28.12.2020, 23:38 Uhr

Coronavirus Entspannung in Senioreneinrichtungen in Schwandorf und Burglengenfeld

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Mit 14 neuen Infektionen am Sonntag, 27. Dezember, ist die Gesamtzahl im Landkreis Schwandorf auf 3.341 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 121,73 und laut Robert-Koch-Institut bei 120,4.

Landkreis Schwandorf. In Burglengenfeld, Schwandorf, Neunburg vorm Wald und Nabburg wurde von Johannitern und Rotem Kreuz im Rahmen der Weihnachtsaktion für Besucher von Pflege- und Seniorenheimen auch über die Feiertage getestet. Reguläre Testungen, also PCR-Tests und nicht nur Schnelltests, fanden zusätzlich im Testzentrum im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf statt. Am 23. Dezember wurden 298 Personen getestet, am 27. Dezember waren es 128 Personen. An Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen wurde nicht getestet.

In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft „Haus Sonnenblume“ in Schwandorf, die keine stationäre Einrichtung ist, können die anstehenden Schichten mit Unterstützung der Johanniter und durch den Einsatz von Pflegekräften der Döpfer-Schulen in Schwandorf abgedeckt werden. Durch das Zusammenwirken von Heimleitung, Katastrophenschutz und Heimaufsicht konnte der akute Notstand behoben werden. Auch Pflegekräfte, die sich bereits aufgrund unseres Aufrufs für die Seniorenresidenz „Naabtalpark“ in Burglengenfeld gemeldet hatten, waren im Einsatz. Es scheint, dass die Zeit bis zur Genesung der regulären Pflegekräfte gut überbrückt werden kann.

Entspannung gibt es auch in der Seniorenresidenz „Naabtalpark“ in Burglengenfeld. Die Leitung im „Herzog-Philipp-Haus“ konnte von der Ambulanten Intensivpflege Bayern (A.I.B.) aus Regensburg, die vorübergehend ausgeholfen hatte, an das Sozialwerk Heuser zurückübertragen werden. Heimaufsicht und Gesundheitsamt waren vor Ort. Von den 39 Bewohnern des „Herzog-Philipp-Hauses“ befinden sich noch zwei im Krankenhaus. Vorübergehend werden auch fünf positive Bewohner aus dem benachbarten „Herzog-Ottheinrich-Haus“ betreut. Die Einrichtung wird engmaschig von der Heimaufsicht kontrolliert werden. Das weitere Vorgehen hängt vom Ergebnis der Kontrollen ab. Von Seiten des Landratsamtes wurden auch Informationen an die Staatsanwaltschaft Amberg gegeben. „Wir haben unsere Eindrücke unter anderem in einem 13 Seiten umfassenden Vermerk zusammengefasst. Solche Hinweise an die Staatsanwaltschaft, denen weitere folgen werden, sind bei vergleichbaren Feststellungen üblich. Ob strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden, hat die Staatsanwaltschaft zu entscheiden“, so der Pressesprecher des Landratsamtes. „Im Übrigen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass das Landratsamt an Recht und Gesetz und auch an die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit gebunden ist. Deshalb gab es keine Alternative zum heutigen Vorgehen, das Heim wieder in die Verantwortung der Unternehmensgruppe Heuser zu geben.“ Die vorübergehende Übertragung der Heimleitung erfolgte aufgrund eines akuten Pflegenotstands, der auf Corona-Infektionen beim Pflegepersonal zurückzuführen war. Da dieser Notstand behoben ist, entfällt auch die rechtliche Grundlage für die vom Landratsamt vorgenommene Ersatzvornahme. Unabhängig davon sei erwähnt, dass A.I.B. aufgrund eigener Personaldispositionen nur kurzfristig für die Leitung und den Betrieb zur Verfügung stand. Die Angehörigen der Bewohner im „Herzog-Philipp-Haus“ wurden von der Heimaufsicht kontaktiert und über die Lage informiert. Dabei wurde auch angesprochen, dass Angehörige in Erwägung ziehen könnten, mittelfristig das Heim zu wechseln.


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