29.05.2019, 16:30 Uhr

Informationen zum neuen Studiengang Gut informiert – Studenten aus Kempten besichtigen Geriatrie des Klinikums

Studenten des Bachelor of Science Studienganges Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege besuchen die Geriatrie des Klinikums St. Marien. (Foto: Verena Uschold)Studenten des Bachelor of Science Studienganges Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege besuchen die Geriatrie des Klinikums St. Marien. (Foto: Verena Uschold)

Rock Hudson, Marilyn Monroe oder Peter Kraus und Heinz Rühmann. Allesamt Filmstars aus längst vergangener Zeit. Sie zieren mit ihren Filmplakaten die Türen der Patientenzimmer auf der Geriatrie des Klinikums St. Marien Amberg. Das ist wohl das Erste was den 13 Studenten des neuen Bachelor of Science Studienganges für Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege, auffiel. Sie waren mit ihrer Professorin Veronika Schraut gekommen, um sich einen Einblick auf der Geriatrie und der Station für Alterstraumatologie zu verschaffen.

AMBERG Chefarzt Dr. Jens Trögner erklärte: „Mit den alten Filmplakaten verbinden die Patienten Positives, sie erinnern sich an diese Zeit und können sich so leichter ihr Zimmer merken“. In naher Zukunft werden zusätzlich noch alte Stadtansichten von Amberg auf der Station aufgehängt, Erinnerungen mit denen wohl die meisten Patienten etwas in Verbindung bringen werden.

Die Studentinnen und Studenten, die allesamt vor ihrem Studium eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege, in der Physio- oder auch Ergotherapie abgeschlossen haben, besichtigten Patientenzimmer und Bäder, den Raum zum Mobilisieren, auch den speziell eingerichteten Raum zur Verabschiedung, oder das gemeinsame Wohnzimmer mit Fernseher. Hier würde sich Chefarzt Dr. Jens Trögner noch Betreuer wünschen, Menschen, die ehrenamtlich vorbei kommen, und mit den Patienten beispielsweise Brettspiele spielen. „Wir haben ein großes Angebot an Therapien für unsere Patienten, dennoch wäre es schön, wenn es Menschen gäbe, die gerne Zeit mit den älteren Patienten verbringen würden“, so Trögner. Die Besucher erfuhren, dass es für die Patienten täglich frische und eigens entwickelte Aufbaudrinks gibt. Gereicht werden diese zwischen Frühstück und Mittagessen, was bei den Patienten großen Anklang findet. Auch für Patienten mit Schluckbeschwerden wird spezielle Schluckkost angeboten, die frisch von der Küche zubereitet wird und bei der zusätzlich sehr auf Optik geachtet wird. Das Auge ist ja schließlich mit.

An der eingerichteten Bushaltestelle mit Fahrplan durchs Klinikum stellt Student Claudius Grath begeistert fest: „Das alles habe ich in einem Krankenhaus noch nie erlebt oder gesehen, man kennt es, aber eben nicht aus dem Krankenhaus.“ Im Speiseraum, in dem oft zusammen mittags gegessen wird, konnten dann alle Fragen, die den Studenten unter den Nägeln brannten beantwortet werden. Wie zum Beispiel über die Verweildauer von Patienten, über Rehakliniken und Kurzzeitpflegeplätze. Außerdem verschaffte ihnen Chefarzt Dr. Jens Trögner einen Einblick in die bayernweite Datenbank über geriatrische Patienten. Im Anschluss daran holte Ulrike Dropko, stellvertretende Pflegedirektorin die wissbegierigen Studenten ab, und zeigte ihnen Skills Lab, einen speziellen Simulationsraum, in dem gezielt praktische Fähigkeiten und Szenarien geübt werden. So ging ein informativer Vormittag für die zukünftigen Geriatrischen Therapeuten in Rehabilitation und Pflege B.Sc. zu Ende, Fachkräfte, die aufgrund des demografischen Wandels so sehr gebraucht werden.


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