15.04.2019, 19:12 Uhr

Besuch in Amberg Schülerinnen und Schüler des BSZ Regensburg schnuppern in den Klinikumsalltag hinein

13 Schülerinnen und Schüler des BSZ Regensburger Land haben das Klinikum St. Marien Amberg besucht. (Foto: Klinikum/Dietl)13 Schülerinnen und Schüler des BSZ Regensburger Land haben das Klinikum St. Marien Amberg besucht. (Foto: Klinikum/Dietl)

Was ist beim Legen eines Blasenkatheters zu beachten oder wie versorge ich welche Wunde richtig? Fragen, die Schüler während ihrer Ausbildung im Bereich der Pflege beantwortet bekommen. Zehn Schüler machen derzeit am Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land ihre Ausbildung in der Sozialpflege. Zusammen mit Claudia Zollbrecht vom BSZ und Seminarlehrerin Yvonne Ruscheinsky haben sie jetzt das Klinikum St. Marien Amberg besucht.

AMBERG Einblick haben die Schüler in den Ablauf der dreijährigen Berufsausbildung am Klinikum bekommen bis hin zu Fachweiterbildungen sowie einem möglichen Studium in der Pflege. „Für die Schüler ist es ganz wichtig zu wissen, wo kann ich später arbeiten und was habe ich für Möglichkeiten. Deswegen haben wir auch alle Fachbereiche aufgezählt wie die Zentrale Notaufnahme oder den OP“, so der Stationsleiter der Geriatrie Christoph Zollbrecht. Zuletzt war dann die Geriatrie an der Reihe, um vor Ort etwas über den Klinikumsalltag zu erfahren.

Neben Vorträgen und Führungen durchs Haus konnten die Schüler aus Regensburg aber auch beweisen, was sie bisher gelernt haben. Seit dem 1. Januar 2019 verfügt das Klinikum über einen Simulationsraum, in dem sich Schüler der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege in Amberg ausprobieren können. Zwei Trainingseinheiten pro Schüler im Jahr sind möglich. „Momentan haben wir 150 Pflegeschüler. Das bedeutet für uns Lehrkräfte, wir stemmen im Jahr 300 Termine“, weiß Ursula Dittrich, Gesundheits- und Pflegepädagogin. Die Resonanz der Schüler ist gut. Sie dürfen zwischen vier bis fünf Themen wählen, die natürlich mit dem Unterricht abgestimmt werden. „Bei uns lernen die Schüler z. B. den Umgang mit aseptischen und septischen Wunden, das richtige Verabreichen von Medikamenten und Infusionen oder auch die richtige Versorgung eines künstlichen Ausgangs – einfach die komplette Bandbreite, die an einem Patientensimulator möglich ist.“

Die Ausstattung ist gleich mit der auf Station. Alles soll möglichst realistisch sein, auch wenn es sich bei den Patienten nur um Puppen handelt. Durch die Übungen an Patientensimulatoren oder Schauspielpatienten wird die Patientensicherheit bei praktischen Übungen deutlich gesteigert. Gleichzeitig können die Auszubildenden in einer realitätsnahen und fehlertoleranten Umgebung lernen. Im Anschluss wird die Übung dann anhand eines Videodebriefings reflektiert. „Damit sich unsere Schüler nicht ganz so kontrolliert und direkt beobachtet vorkommen, sitzen wir hinter einem als Spiegel getarntem Fenster.“

Am Ende wurde das Ziel erreicht: „Die Schüler können jetzt mit neuen Erkenntnissen zurück in den Unterricht“, so Zollbrecht. „Wir sind immer wieder froh, wenn wir junge Leute für den wichtigen Bereich Pflege begeistern können.“


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