05.05.2018, 08:21 Uhr

Unterstützung zugesichert Internationaler Hebammentag – „Hebammen-Hilfe wird weiter ausgebaut“

(Foto: emiliau/123RF)(Foto: emiliau/123RF)

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat den Hebammen anlässlich des Internationalen Hebammentages am 5. Mai weitere

BAYERN Huml betonte am Samstag: „Die Hebammen leisten vor, während und nach der Geburt Großartiges für die Familien und tragen eine enorme Verantwortung. Mein Ziel ist, auch in Zukunft in Bayern eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen und den Erhalt der Geburtshilfe durch freiberuflich tätige Hebammen sicherzustellen.“

Ende des vergangenen Jahres hatte die Ministerin deshalb ein „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ vorgelegt, das vom bayerischen Kabinett am 5. Dezember beschlossen wurde. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Kommunen bei der Sicherstellung der geburtshilflichen Hebammenversorgung. So sollen Landkreise und kreisfreie Städte noch im Laufe des Jahres 2018 für jedes neugeborene Kind eine Förderung von bis zu 40 Euro erhalten. Dieses Geld können sie dann für geeignete Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung der Hebammenversorgung in Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung einsetzen. Der Kostenansatz hierfür beläuft sich insgesamt auf fünf Millionen Euro jährlich.

Huml erläuterte: „Zum Erhalt der flächendeckenden Versorgung mit Hebammenleistungen auf hohem Niveau sind aber weitere Maßnahmen notwendig. Mit dem jetzt von Ministerpräsident Dr. Markus Söder angekündigten Bayerischen Hebammenbonus in Höhe von jährlich 1.000 Euro wollen wir die in der Geburtshilfe tätigen freiberuflichen Hebammen bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Ziel ist es, die Tätigkeit in der Geburtshilfe attraktiver zu machen.“

Bayern hat sich bereits in der Vergangenheit für die Belange der Hebammen eingesetzt. Seit Oktober läuft eine umfassende Studie zur Hebammenversorgung im Freistaat. Es soll insbesondere ermittelt werden, in welchen Bereichen die Hebammen tätig sind und wie sie in Bayern verteilt sind. Die Befragungen der Hebammen und junger Frauen, die in den Jahren 2016 oder 2017 Mütter geworden sind, sind abgeschlossen. Derzeit wird die Studie fertiggestellt. Danach werden auf der Basis valider Fakten weitere Initiativen für die Versorgung mit Hebammenleistungen geprüft.

Huml unterstrich: „Auch die Weiterentwicklung der Hebammenausbildung liegt mir am Herzen. Die Arbeit der Hebammen hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt: Die Versorgungsaufgaben sind infolge des medizinischen Fortschritts immer komplexer geworden. Nicht zuletzt deshalb und aufgrund der selbstständigen Tätigkeit der Hebammen halte ich eine Akademisierung der Hebammenausbildung für dringend erforderlich. Dazu sollte in Bayern möglichst frühzeitig eine hochschulische Hebammenausbildung angeboten werden.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Das Verfahren zur Novellierung des Hebammengesetzes mit dem Ziel einer Akademisierung der Hebammenausbildung wurde vom Bundesgesundheitsministerium bereits eingeleitet. Bayern wird dieses Verfahren intensiv begleiten.“


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