21.03.2018, 09:38 Uhr

Darmkrebsvorsorge Aufklärung in Sachen „Darmkrebs“ – Regelmäßige Vorsorge kann Leben retten

PD Dr. Marc Dauer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg. (Foto:  Klinikum/Gräß)PD Dr. Marc Dauer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg. (Foto: Klinikum/Gräß)

Jedes Jahr erkranken rund 70.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Etwa 26.000 Betroffene sterben an den Folgen dieser Erkrankung – obwohl bei kaum einer anderen Krebserkrankung so gut vorgebeugt werden könnte wie bei Darmkrebs. Auf die Wichtigkeit der Vorsorge und Früherkennung wird jedes Jahr im „Darmkrebsmonat“ März bundesweit hingewiesen.

AMBERG Auch der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg, PD Dr. Marc Dauer, betont, wie wichtig es ist, Darmkrebs so früh wie möglich zu erkennen.

„Frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen bei dieser Erkrankung sehr hoch, in sehr vielen Fällen kann dieser Krebs im Frühstadium geheilt werden“, so der Experte. „Denn Darmkrebs entwickelt sich meist langsam aus gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen heraus. Darum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll.“ Krankenkassen übernehmen den Test auf verstecktes Blut im Stuhl ab dem 50., die Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr. Liegt innerhalb der Familie schon eine Darmkrebserkrankung vor, sollten die Vorsorgeuntersuchungen schon früher gemacht werden. Leider sind die Teilnahmeraten an der Vorsorge vor allem bei Männern jedoch deutlich zu gering.

Angst vor der Darmspiegelung braucht aber niemand haben: Die Patienten werden in einen Kurzschlaf versetzt. So bekommen sie von der Untersuchung nichts mit. Normalerweise dauert die Spiegelung etwa 20 bis 40 Minuten – je nachdem, ob Polypen gefunden werden oder nicht. „Diese können wir gleich während der Darmspiegelung entfernen“, so PD Dr. Dauer. Auch bösartige Tumore können im Frühstadium im Rahmen einer Spiegelung entfernt werden, andernfalls muss operiert werden. Jeder Erkrankungsfall wird im Darmkrebszentrum St. Marien Amberg, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde, besprochen: Hier arbeiten Gastroenterologen mit Chirurgen, Onkologen, Radiologen und Strahlentherapeuten Hand in Hand, um die optimale Therapie individuell für jeden einzelnen Patienten festzulegen. Denn durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachrichtungen können die verschiedenen Therapieformen wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung exakt aufeinander abgestimmt werden.

„Damit es aber gar nicht erst zu einer Operation kommen muss, sollte jede(r) die Möglichkeit der Früherkennung nutzen und zur Vorsorge gehen“, so der Appell von PD Dr. Dauer. Die rechtzeitige Vorsorge sei bei Darmkrebs nach wie vor das beste Mittel.


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