29.01.2018, 14:53 Uhr

Rückblick In der letzten Lebensphase zu Hause umsorgt sein

von links: Tobias Henkel, Sylvia Gawel, SAPV-Koordinatorin, Dr. Jochen Pfirstinger (Foto: Klinikum, Gräß)von links: Tobias Henkel, Sylvia Gawel, SAPV-Koordinatorin, Dr. Jochen Pfirstinger (Foto: Klinikum, Gräß)

Menschen, die an einer nicht heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung leiden, finden beispielsweise auf einer Palliativstation wie der im Klinikum St. Marien Amberg Hilfe. Viele unheilbar kranke Menschen wünschen sich aber, im eigenen Zuhause von der Familie und dem Leben Abschied nehmen zu können. Ein Wunsch, der seit einem Jahr dank der Arbeit des Teams von Palli Vita möglich ist.

AMBERG Für die Stadt Amberg und die Landkreise Amberg-Sulzbach und Neumarkt besteht seit November 2016 eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Sie dient in erster Linie dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern. Unter der Leitung von Dr. Jochen Pfirstinger (Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin) und dem ärztlichen Stellvertreter Tobias Henkel (Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin) sind insgesamt acht Pflegefachkräfte mit abgeschlossener Palliativ-Care Weiterbildung sowie fünf niedergelassene Ärzte aus der Region mit abgeschlossener Zusatzbezeichnung Palliativmedizin im Rahmen der SAPV als Team-Mitglieder tätig.

Das Team von Palli Vita setze dort an, wo Betroffene und deren Angehörige an ihre Grenzen stoßen. „Viel Sicherheit erhalten die Palliativpatienten durch die 24-stündige Erreichbarkeit des SAPV-Teams an sieben Tagen in der Woche – im Notfall kann ein Hausbesuch durch die Palliativ-Pflegefachkraft oder den Palliativarzt erfolgen“, erklärt Dr. Jochen Pfirstinger, der ärztliche Leiter von Palli Vita. Im vergangenen Jahr hat das Team insgesamt mehr als 230 Patienten versorgt. „Das ambulante palliativmedizinische Angebot wird sehr gut angenommen, die Versorgungszahlen zeigen den großen Bedarf“, so die Bilanz von Klinikumsvorstand Manfred Wendl. Gemeinsam mit Diakon Detlef Edelmann, dem Vorstand des Diakonischen Werks Altdorf-Hersbruck-Neumarkt, leitet er Palli Vita als Geschäftsführer.

Dieses erfolgreiche Versorgungskonzept wird auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.


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