26.02.2020, 09:00 Uhr

Fit und gesund Betriebliches Gesundheitsmanagement am Universitätsklinikum Regensburg

Sportlich aktiv und produktiv am Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter am UKR können aus verschiedenen Sportangeboten wählen. Foto: UKR/Vincent SchmuckerSportlich aktiv und produktiv am Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter am UKR können aus verschiedenen Sportangeboten wählen. Foto: UKR/Vincent Schmucker

Körperlich fit und geistig gesund arbeitet man erfolgreicher und man kann sein Leistungsvermögen besser abrufen. Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) greifen den Mitarbeitern verschiedene Programme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) unter die Arme. Neben dem breiten Sportangebot gibt das BGM Tipps, wie man im Job aktiv etwas für seine Gesundheit tun kann.

Regensburg. Eine wachsende Technisierung, der demografische Wandel und eine sich verändernde Umwelt. Das Gefühl, dass man sich in allen Lebenslagen auf der Überholspur befindet. All das hat einen direkten Einfluss auf den Menschen und seine Gesundheit. Es betrifft uns in der Freizeit und natürlich auch am Arbeitsplatz. Um nichts von seiner persönlichen Leistungsfähigkeit einzubüßen, ist es notwendig, auf die eigene physische und psychische Gesundheit zu achten. Am Universitätsklinikum Regensburg hat man auf diese schnelllebigen Entwicklungen reagiert und das Betriebliche Gesundheitsmanagement als wichtigen Teil der Personalentwicklung ins Leben gerufen.

Das BGM unterstützt die UKR-Mitarbeiter in Fragen rund um einen ergonomischen Arbeitsplatz, leistet arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen, wie Impfungen oder Sehtests, und bietet darüber hinaus noch ein breites Sportangebot. „Wir wollen die UKR-Mitarbeiter sensibilisieren, achtsam mit ihrer Gesundheit umzugehen. Bewegung, Haltung und geistige Fitness sollten im Einklang sein, denn nur dann entwickelt der Körper seine maximale Leistungsfähigkeit“, erklärt Dr. Kristian Knöll, Leitender Betriebsarzt und Leiter des Referats Betriebliches Gesundheitsmanagement des UKR. „Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region sind wir uns dessen bewusst und daher investieren wir gezielt in die Gesundheit unserer Beschäftigten“, so Susanne Hohenwarter, Leiterin der Stabsabteilung Personalentwicklung. „Wir wollen, dass die Menschen gerne bei uns arbeiten und sich bewusst für einen Job am UKR entscheiden, weil einfach das Gesamtpaket als attraktiver Arbeitgeber stimmt.“

Prävention ist die beste Therapie

Jedes Berufsfeld – egal in welcher Branche – hat seine speziellen gesundheitlichen Risiken, wenn im Arbeitsalltag nicht ausreichend auf die eigene Gesundheit geachtet wird. Typisches Beispiel hierfür sind Rückenschmerzen bei falschen Sitzhaltungen am Schreibtisch. Damit es erst gar nicht so weit kommt, setzt das Betriebliche Gesundheitsmanagement des UKR auf Prävention und frühzeitige Beratung. Ein hausinternes Ergonomie-Projekt sorgt für die Gestaltung individueller, bestmöglicher Rahmenbedingungen für die einzelnen Berufsgruppen am UKR: egal ob für die Schreibkraft in der Verwaltung, den Pflegedienst-Mitarbeiter auf Station oder den am Operationstisch stehenden Fachkräften. Speziell für Pflegekräfte gibt es Seminare zur richtigen Anwendung von „MH Kinaesthetics®“. Dadurch lernen Mitarbeiter des UKR, wie Patienten schonend bewegt werden können, im besten Fall ohne Heben und Tragen. „Durch ,MH Kinaesthetics®‘ wird die körperliche Beanspruchung der Pflegefachkraft reduziert. Fallen schwere körperliche Arbeiten weg oder werden verringert, so sinkt neben der Belastung automatisch auch das Stresslevel“, erklärt Dr. Knöll.

Neben der physischen spielt auch die psychische Belastung eine große Rolle. Gerade in einem Klinikum der Maximalversorgung mit schwerstkranken Patienten stellen die miterlebten Schicksalsschläge oftmals eine Herausforderung dar. Daher werden neben klassischen Gesprächsangeboten auch Mitarbeiter als Multiplikatoren ausgebildet. Sie stehen ihren Kolleginnen und Kollegen rund um das Thema „Stressmanagement und -vermeidung“ beratend zur Seite. Zusätzlich trifft sich regelmäßig das eigens hierfür ins Leben gerufene „Team Gesundheit“, eine Arbeitsgruppe aus Vertretern aller Berufsgruppen. Sie plant vielfältige Maßnahmen, um die Mitarbeitergesundheit weiter zu verbessern und auszubauen, zum Beispiel in Form von sportlichem Ausgleich.

Sportlicher Ausgleich neben dem Job

Neben sportlichen Aktivitäten der Betriebssportgruppen stehen am UKR mit Laufen, Nordic Walking und Yoga nun auch erste Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung zur Verfügung. Mitarbeiter des UKR können sich jederzeit direkt an das Betriebliche Gesundheitsmanagement wenden, wenn sie an einer der Aktivitäten teilnehmen möchten. „Oft ist es doch so, dass man keine Lust hat, alleine etwas für seine Gesundheit zu tun. Da wollen wir mit unserem Angebot Abhilfe schaffen. Als netter Nebeneffekt kommen so Mitarbeiter ins Gespräch, die sich im Klinikalltag und einem großen Haus wie dem unseren in der Regel nicht begegnen. Das stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl als Gesamthaus“, resümiert Dr. Knöll.


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