30.01.2020, 08:32 Uhr

„ESIT“ schreibt Erfolgsgeschichte Europäische Auszeichnung für Tinnitus-Projekt

„ESIT“ wurde von der EU als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. (Foto: medbo/Mario Schmitt)„ESIT“ wurde von der EU als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. (Foto: medbo/Mario Schmitt)

Die Europäische Union zeichnet das Projekt „ESIT“ als Erfolgsgeschichte aus. Neben „UNITI“ ist „ESIT“ ein weiteres, erfolgreiches, durch die EU gefördertes Projekt. Die Tinnitus-Experten der „medbo“ Regensburg sind federführend an beiden Projekten beteiligt. Grundlage ist eine europaweite, interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Erforschung neuer und individualisierter Behandlungsmethoden für Tinnitus. „ESIT“ fördert das wissenschaftliche und medizinische Verständnis von Tinnitus und seinen unterschiedlichen Ursachen und Erscheinungsbildern.

REGENSBURG „Momentan haben wir wirklich einen guten Lauf“, schmunzelt Privatdozent Dr. Winfried Schlee, Psychologe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum. Die EU förderte erst kürzlich „UNITI“, das wiederum auf den Erkenntnissen von „ESIT“ aufbaut. Nun wurde „ESIT“ als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. Das zeigt, dass die Forschungsgelder bei den Tinnitus-Experten der „medbo“ gut angelegt sind. Die Auszeichnung zusammen mit den Erfolgen anderer Projekte bietet einen guten Nährboden für die künftige Forschung und Kooperationen mit der EU.

Die größte Herausforderung bei Tinnitus neben der oft unbekannten Ursache und dem chronischen Verlauf ist die Unterschiedlichkeit des Krankheitsbildes. Genau dieser individuelle Krankheitsverlauf ist der Mittelpunkt des Projekts. Das Ziel von „ESIT“ ist die Erforschung innovativer und personalisierter Lösungen für Tinnitus. „Eine auf Patienten speziell zugeschnittene Therapie treibt das Forschungsgebiet enorm voran“, sagt Dr. Schlee. Therapieerfolge lassen sich mit medizinischen, psychologischen und physiotherapeutischen Maßnahmen erzielen. Weiter spielt die Datentechnik eine wichtige Rolle bei dem Aufbau der größten europaweiten Tinnitus-Datenbank. „Diese neuen Methoden der Datensammlung und -analyse haben einen großen Einfluss auf die Tinnitusforschung“, erklärt Dr. Schlee.

Tinnitus betrifft mehr als 40 Millionen Menschen in Europa. Viele davon können von dem etwa 3,8 Millionen Euro teuren Projekt profitieren, das eine neue Generation an Spezialisten in den neuen Forschungsmethoden ausbildet. In diesem Fall 15 Doktoranden aus verschiedenen fachlichen Bereichen aus der ganzen Welt. Hier liegt der Unterschied zu „UNITI“, dessen Hauptschwerpunkte die Forschung und Innovation waren. „ESIT“ ebnet den Weg für künftige Studien und Experten. Das führt zu neuen Therapien.

Weitere Informationen gibt es auf der Projekthomepage im Internet unter www.esit.tinnitusresearch.net.


0 Kommentare