19.01.2020, 13:21 Uhr

Reaktion auf die Berichterstattung Geplante Schließung des Kreiskrankenhauses Parsberg schlägt hohe Wellen

(Foto: racorn/123RF)(Foto: racorn/123RF)

Teile der Berichterstattung zur Neustrukturierung des Gesundheitsstandortes Parsberg konnten den Eindruck erwecken, der Bezirk kritisiere die Entscheidung des Landkreises Neumarkt zur Schließung des Kreiskrankenhauses Parsberg und es bestünde ein Zusammenhang mit der Standortsuche für eine neue psychosomatische Klinik. Bezirkstagspräsident Franz Löffler und medbo-Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner stellen klar: „Dies trifft nicht zu. Weder der Bezirk noch die medbo maßen sich an, diese extrem schwierige Entscheidung des Landkreises zu bewerten oder gar zu kritisieren.“

PARSBERG Die intensiven gemeinsamen Bemühungen des Landkreises Neumarkt und des Bezirks um die Gründung einer psychosomatischen Klinik in Parsberg haben nichts mit der Schließung des Kreiskrankenhauses Parsberg zu tun. Gemeinsames Ziel war immer die Verbesserung des medizinischen Angebotes in der Region. Allen Verantwortlichen im Gesundheitswesen ist aber mittlerweile auch klar, dass die veränderten Rahmenbedingungen das Überleben kleinerer Kliniken in Frage stellen – überall in Deutschland. Stichworte hierfür sind „Mindestmengen“ und „Vergütungsabschläge“, an diesen Realitäten kommt niemand mehr vorbei.

Die Verantwortlichen für diese Entwicklung sitzen ganz sicher weder in Neumarkt noch in Regensburg sondern in Berlin. Hinzu kommt natürlich auch die eigentlich positive Weiterentwicklung in der Medizin, die eine immer stärkere Spezialisierung in größeren Zentren begünstigt.

Trotz dieser Schwierigkeiten bekennen sich der Bezirk Oberpfalz und die medbo auch weiterhin zu ihrem Standort Parsberg und werden dort zusätzlich zur bestehenden Psychiatrischen Institutsambulanz eine Psychosomatische Klinik mit 25 Betten und eine Tagklinik mit zehn Plätzen eröffnen. Der Bezirk arbeitet hier eng mit dem Landkreis Neumarkt und der Stadt Parsberg zusammen, die beide die Ansiedlung immer unterstützt haben.

Nachdem die neue Klinik in den Bayerischen Krankenhausplan aufgenommen wurde, laufen jetzt bereits konkrete Verhandlungen über den Standort und eine angestrebte Vernetzung mit dem geplanten Haus der Gesundheit. Der Entwurf eines Ansiedlungsvertrages liegt den zukünftigen Partnern vor und wird derzeit juristisch und wirtschaftlich geprüft.


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