26.09.2018, 12:23 Uhr

Informationstag an der Uniklinik Herzinfarkt und Schlaganfall – man hat selbst in der Hand, wie schnell Gefäße altern

Ultraschallbild mit einer Engstelle in der Arterie, periphere Verschlusskrankheit. (Foto: UKR )Ultraschallbild mit einer Engstelle in der Arterie, periphere Verschlusskrankheit. (Foto: UKR )

Anlässlich des 14. bundesweiten Gefäßtags lädt das Universitäre Gefäßzentrum Ostbayern am Samstag, 29. September, zum Informationstag Gefäßgesundheit ins Universitätsklinikum Regensburg ein. Experten informieren hier über Gefäßerkrankungen, vorbeugende Maßnahmen sowie Therapiemöglichkeiten und bieten Führungen an.

REGENSBURG Das Altern unserer Gefäße ist ein natürlicher Prozess – doch wie schnell dieser verläuft, hat jeder ein Stück weit selbst in der Hand. Ablagerungen in unseren Gefäßen können unter anderem zu den Volkskrankheiten Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine führen. Beratung und Aufklärung, eine gesunde Lebensführung sowie die medikamentöse Behandlung von Risikofaktoren sind Basismaßnahmen, die schwerwiegenden Krankheitsfolgen und Operationen vorbeugen. Eingriffe an den Gefäßen sind aber nicht in allen Fällen zu vermeiden. Was man präventiv tun kann und wie Gefäßkrankheiten eigentlich behandelt werden, thematisiert der Informationstag Gefäßgesundheit des Universitären Gefäßzentrums Ostbayern am Samstag, 29. September, von 9.30 bis 12.30 Uhr in der Abteilung für Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (Bauteil B1, Erdgeschoss). Gefäßexperten beantworten hier Fragen zur Entstehung und Behandlung von Arterienverkalkung, Bauchaortenaneurysma, Durchblutungsstörungen, Wunden, Krampfadern und Schlaganfall. In Rundgängen durch das Universitäre Gefäßzentrum Ostbayern erhalten Betroffene, Angehörige und Interessierte Gelegenheit, einen Blick in die Gefäße zu werfen. „Gefäßerkrankungen können wir von Kopf bis Fuß feststellen und auch behandeln. Am Informationstag Gefäßgesundheit zeigen wir die exzellenten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten von Angiologie, Gefäßchirurgie und Röntgendiagnostik innerhalb unseres Universitären Gefäßzentrums Ostbayern“, lädt Professor Dr. Karin Pfister, Leiterin des Universitäre Gefäßzentrum Ostbayern, zum Informationstag Gefäßgesundheit ein.

Umfassende Information durch Führungen, Vorträge und Expertengespräche

Die Begrüßung der Gäste erfolgt um 9.30 Uhr im Seminarraum Chirurgie durch Professor Dr. Karin Pfister und Professor Dr. Christian Stroszczynski, Direktor des Instituts für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg. In Führungen durch die Abteilung für Gefäßchirurgie und durch die Angiografie im Institut für Röntgendiagnostik können alle Interessierten erfahren, wie moderne, nicht-invasive Gefäßuntersuchungen mit Ultraschall oder eine Durchblutungsmessung am Universitätsklinikum Regensburg ablaufen. Gezeigt wird dabei unter anderem ein Bauchaortenscreening, das mittlerweile als wichtige Vorsorge für ein Bauchaortenaneurysma in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde. Auch der Ablauf von Untersuchungen auf arterielle Durchblutungsstörungen wird erklärt. Um 10.30 Uhr informiert Privatdozentin Dr. Wilma Schierling, Leiterin der gefäßchirurgischen Poliklinik der Abteilung für Gefäßchirurgie, in ihrem Vortrag „Gefäße – die Blutautobahnen in unserem Körper“ über die Rolle von Blutgefäßen für unsere Gesundheit und die Möglichkeit der Vorbeugung von Gefäßerkrankungen. Im Dialog und an einem Info-Stand erfahren die Gäste des Gefäßtags anschaulich, wie Gefäßchirurgen minimalinvasiv bei operativen Eingriffen vorgehen.

Universitäres Gefäßzentrum Ostbayern ist doppelt zertifiziert

Der Veranstalter des Informationstags Gefäßgesundheit, das Universitäre Gefäßzentrum Ostbayern, wurde kürzlich von gleich zwei Fachgesellschaften rezertifiziert. In diesem Zentrum kooperieren die Abteilung für Gefäßchirurgie (Leitung: Professor Dr. Karin Pfister), der Bereich Angiologie (Leitung: Professor Dr. Birgit Linnemann) und das Institut für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg, um für Patienten auf Basis der interdisziplinären Zusammenarbeit die individuell beste und schonendste Therapie zu erarbeiten.


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