08.08.2018, 13:26 Uhr

Gesundheit Auszeichnung für Schulen mit hervorragender Suchtprävention

Die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Wettbewerbs „Strategien guter Suchtpräventionen in der Schule“ mit Helga Salbeck (rechts) vom Staatlichen Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg. (Foto: Pairst)Die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Wettbewerbs „Strategien guter Suchtpräventionen in der Schule“ mit Helga Salbeck (rechts) vom Staatlichen Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg. (Foto: Pairst)

Im vergangenen Schuljahr haben 21 Schulen in der Oberpfalz am Wettbewerb „Strategien guter Suchtprävention in der Schule“ teilgenommen. Der Wettbewerb wurde vom Suchtarbeitskreis Oberpfalz ausgerichtet und richtete sich an alle Schulen in der Oberpfalz, von der Grundschule bis zum Gymnasium, einschließlich der Berufsschulen des Landkreises und der Stadt Regensburg. Präventionsfachkräfte des Gesundheitsamtes unterstützten Lehrer, Eltern und Schüler bei konkreten Fragen.

REGENSBURG Unter den Einsendern waren drei Grund-, neun Mittel-, zwei Förder- und vier Realschulen sowie drei Gymnasien. Die Jury aus Vertretern der Suchtprävention, der Schulbehörden, der Schülermitverwaltung und der Sieglinde-Nothacker-Stiftung bestimmte die Plätze. Der erste Platz wurde jeweils mit 1.000 Euro, der zweite Platz jeweils mit 500 Euro und der dritte Platz jeweils mit 250 Euro dotiert. Weil sich die Qualität der eingereichten Beiträge insgesamt durch ein hohes Niveau auszeichnete, wurde der 1. Platz mehrfach besetzt und auf den zweiten Platz verzichtet. Insgesamt vier Sieger (je zwei in Stadt und Landkreis) erhielten den 1. Preis: die Realschule am Judenstein Regensburg, die Staatliche Realschule Obertraubling, die St. Wolfgang-Mittelschule Regensburg und die Grundschule am Schlossberg in Regenstauf. Das Sonderpädagogische Förderzentrum Neutraubling erzielte den dritten Platz.

Die ausgezeichneten Schulen glänzten mit folgenden Schwerpunkten:

- nachhaltig, also langfristig angelegte Projekte mit dokumentierten Erfolgen wie „Klasse 2000“, „Nichtraucherwettbewerb „Be smart don´t start““, „Lions-Quest-Programme“, „PiT-Prävention im Team“ und eigene Suchtpräventionstage

-konstruktive Verhaltenstipps, Gestaltung von Rahmenbedingungen wie alkoholfreie Schulfeste, günstige Preisgestaltung für alkoholfreie Getränke oder Entwicklung einer Schulvereinbarung „Suchtprävention“

-Schulveranstaltungen, die in Kooperation mit den Fachstellen vor Ort durchgeführt werden und Schüler und Eltern aktiv einbinden

-Aktivitäten, die die Lebenskompetenzen, die Gesundheit und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler stärken

Ein grundlegendes Kriterium für die Entscheidung der Jury waren Methoden und Inhalte, die die Stärkung von Lebenskompetenzen zum Ziel haben. Damit ist gemeint: die Förderung des kritischen Denkens, der Ausbau der individuellen Entscheidungsfähigkeit, eine angemessene Stressbewältigung, eine gute Selbsteinschätzung und ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Die beschriebenen Fähigkeiten wirken als Schutzfaktoren. Nachweislich können starke Kinder und Jugendliche besser „Nein“ sagen, auch gegen Gruppendruck. Sie haben ein besseres Gespür für sich selber. Sie wissen, wann es genug ist und was man besser gleich ganz bleiben lassen sollte. Starke Kinder können mit schwierigen und riskanten Lebensumständen besser umgehen. Insbesondere in der Adoleszenz spielt das eine große Rolle. Die Idee für den Wettbewerb entwickelte sich aus der Zusammenarbeit zwischen Präventionsfachleuten des Suchtarbeitskreises Oberpfalz und der Sieglinde-Nothacker-Stiftung.

Kontakt:

Weitere Informationen zu Suchtprävention und zu Fördermöglichkeiten unter www.suchtinfo-oberpfalz.de oder bei Helga Salbeck, Staatliches Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg, Telefon 0941 4009-740, E-Mail: helga.salbeck@lra-regensburg.de.


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