03.05.2018, 14:22 Uhr

Unterstützung für die Einrichtung DrugStop Kontaktladen „Akut“ in Regensburg offiziell eröffnet

Freuten sich über die offizielle Eröffnung des Kontaktladens: Bezirkstagspräsident Franz Löffler, DrugStop–Vorstand und Facharzt Willi Unglaub, DrogStop-Vorstand Hans Eckmann, Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Kontaktladen-Leiterin Maria Heilmeier und Landrätin Tanja Schweiger. (Foto: Bezirk Oberpfalz)Freuten sich über die offizielle Eröffnung des Kontaktladens: Bezirkstagspräsident Franz Löffler, DrugStop–Vorstand und Facharzt Willi Unglaub, DrogStop-Vorstand Hans Eckmann, Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Kontaktladen-Leiterin Maria Heilmeier und Landrätin Tanja Schweiger. (Foto: Bezirk Oberpfalz)

Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Landrätin Tanja Schweiger und Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer richteten bei der offiziellen Eröffnung des DrugStop-Kontaktladens nicht nur die besten Glückwünsche an die Vorstandschaft von DrugStop: Die Vertreter der Kommunen machten überstimmend die Notwendigkeit dieser Einrichtung deutlich, um auf niedrigschwelliger Ebene drogenabhängigen Menschen konkrete Hilfsangebote zu machen.

REGENSBURG „Wir sind verpflichtet zu helfen“, betonte Bezirkstagspräsident Franz Löffler und diese fachlich qualifizierte Hilfe müsse möglichst früh einsetzen. DrugStop-Geschäftsführerin Marion Hoffmann-Plank bezeichnete in ihrem Dank das Vertrauen der Politik als „deutliches Zeichen der Menschlichkeit“. Der Bezirk Oberpfalz bezuschusst rund 45 Prozent der Kosten des Kontaktladens, die Stadt Regensburg etwa 42 Prozent, den Rest trägt der Landkreis. Der Regensburger Seelsorger Pater Clemens, guter Geist auch im Kontaktladen, brachte es auf den Punkt: „Viele Menschen werden krank bei dem Streben der Gesellschaft nach den Dingen“. Der Kontaktladen ist für suchtkranke Menschen ein Ausweg über Begegnungen auf Augenhöhe auch das Selbstwertgefühl zu stärken. Rund 40 Menschen erfahren am Tag den Kontaktladen als Ort, um zur Ruhe zu kommen „weg von der Drogenszene“. Maria Heilmeier, Leiterin des Kontaktladens, machte die Vielfalt des Angebot deutlich: Frühstück, ein warmes Mittagessen, Körperhygiene, Kochgruppe, Gartenarbeit, Beratung, selbstverständlich auch anonym und vieles mehr. Am Beispiel einer jungen, hochschwangeren und suchterkrankten Frau brachte DrugStop-Vorstand und medbo-Facharzt Dr. Willi Unglaub die Handlungsgrundlage des Kontaktladens auf den Punkt: vorurteilsfreie Wertschätzung des Menschen, der den Kontaktladen betritt und im Gespräch gemeinsam festgelegte Hilfsangebote für die persönliche Entwicklung.

Die zahlreichen Eröffnungsgäste aus sozialen Einrichtungen machten das funktionierende Netzwerk der Kooperationspartner des Kontaktladens deutlich: Das „Streetwork“- Projekt wird gemeinsam mit der Caritas betrieben, zahlreiche private Unternehmen aus Regensburg sorgen mit Nahrungsmittel und Getränkespenden für das Wohl der Kontaktladen-Besucher. Die offizielle Eröffnung war nicht nur der erste Geburtstag für den bereits vor einem Jahr in Betrieb genommenen Kontaktladen, sondern auch der 18. Geburtstag für den Verein DrugStop Drogenhilfe Regensburg. Beratung, psychosoziale Begleitung, Betreutes Einzelwohnen, Wohngemeinschaften und vieles mehr: Seit der Gründung im Jahr 2000 haben der Verein und das gesamte DrugStop-Team wirksame Hilfen geschaffen, um drogenabhängige Menschen überhaupt erst einmal zu erreichen und gemeinsam Alternativen zur Sucht zu entwickeln. Anlass genug für Vorstandsmitglied Dr. Willi Unglaub die Geburtstagstorte anzuschneiden und im von den Besuchern des Hauses gut gepflegten Garten mit zahlreichen Gästen zu feiern.


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