02.03.2018, 10:32 Uhr

Ministerin warnt vor Sorglosigkeit Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Bayern leicht zurückgegangen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Bayern ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml warnte zugleich insbesondere junge Leute vor Sorglosigkeit. Wichtig sei auch künftig ein konsequenter Schutz vor einer Ansteckung.

BAYERN 2017 wurden nach neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts 545 HIV-Erstdiagnosen in Bayern gemeldet. Im Jahr 2016 waren es 564 und im Jahr 2015 sogar 634 Fälle. Die Zahl gibt an, bei wie vielen Menschen in Bayern im jeweiligen Jahr der HIV-Erregernachweis erfolgte und gemeldet wurde. Die Infektion kann also auch schon früher geschehen sein. In Bayern leben derzeit etwa 2.200 Frauen und rund 9.400 Männer, die sich mit HIV infiziert haben.

Huml betonte: „Die Zahlen machen deutlich, dass es nach wie vor keinen Grund zur Entwarnung im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS gibt. Zwar haben sich die Therapiemöglichkeiten wesentlich verbessert. Aber die Krankheit AIDS ist nicht heilbar. Dagegen ist es möglich, sich wirksam zu schützen. Darauf machen wir mit unserer Aufklärungsarbeit aufmerksam.“

Jährlich stellt der Freistaat Bayern 3,5 Millionen Euro für die Prävention, Aufklärung und Beratung zum Thema HIV bereit. Die Präventionskampagne „Mit Sicherheit besser“ des bayerischen Gesundheitsministeriums wird regelmäßig fortentwickelt. Darüber hinaus können sich Betroffene an die 76 Gesundheitsämter sowie an die AIDS-Beratungsstellen und AIDS-Hilfen in Bayern wenden. Die Beratung ist anonym und vertraulich. Huml ergänzte: „Das Tückische an der Erkrankung ist, dass Menschen das gefährliche Virus jahrelang in sich tragen können, ohne es zu wissen. Denn zwischen einer Ansteckung, ersten Symptomen und einer Diagnose beim Arzt können Jahre vergehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich testen zu lassen. Denn nur wer rechtzeitig weiß, dass er sich infiziert hat, kann sich und andere schützen.“

Wichtige Informationen zu HIV sind im Internet unter www.MitSicherheitBesser.de zu finden.


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