02.06.2018, 11:00 Uhr

„Sie tragen das Licht ins Dunkel“ Ausbildung im Besuchsdienst erfolgreich abgeschlossen

Die neuen und „alten“ Besuchsdienstleistenden mit Organisatorin Tanja Petzi (r.) und der KDFB-Diözesanvorsitzenden Bärbel Benkenstein-Matschiner (2.v.l.). (Foto: Krenn)Die neuen und „alten“ Besuchsdienstleistenden mit Organisatorin Tanja Petzi (r.) und der KDFB-Diözesanvorsitzenden Bärbel Benkenstein-Matschiner (2.v.l.). (Foto: Krenn)

Aus den Händen von Organisatorin Tanja Petzi von den Maltesern und der KDFB-Diözesanvorsitzenden Bärbel Benkenstein-Matschiner als Vertreterin einer der Partner konnten kürzlich fünf neue Besuchsdienstleistende (BDL) ihre Zertifikate entgegennehmen. Die zwei Frauen und drei Männer verstärken nun das Team des Besuchsdienstes im häuslichen Bereich.

PASSAU Mit ihrem Impuls zum Einstieg in den Nachmittag wolle sie das Wesen des Besuchsdienstes ins Auge fassen, so Tanja Petzi. Ein König gab seinen Söhnen die Aufgabe, mit einem Silberling einen Saal zu füllen. Wer das schafft, solle sein Nachfolger sein und er entschied sich für den, der eine Kerze in den Raum stellte, die diesen hell erleuchtete. „Sie sind diejenigen, die dieses Licht ins Dunkel tragen, die die Herzen und Gesichter der Menschen zum Leuchten bringen, weil sie da sind“, sagte sie nicht nur zu den neuen BDL, sondern auch zu denen, die zum Teil schon viele Jahre lang diesen wichtigen Dienst leisten und zum Ausbildungsabschluss gekommen waren. Tanja Petzi bedankte sich bei allen „für das Engagement und das Zeitkontingent, dieses wertvolle Gut, das sie weitergeben.“

Sie blickte zurück auf die drei Ausbildungsnachmittage mit der stellvertretenden Diözesanleiterin und Diözesanärztin der Malteser Dr. Renate Zehner, die zum Thema Umgang mit Erkrankungen und Behinderungen sprach, der Einsatzleiterin des Hospizvereins Juscha Stuber-Kranixfeld, bei der es um Rolle und Aufgaben im häuslichen Bereich ging und schließlich auf das Thema Gesprächsführung und Sinnfragen, zu dem Walter Sendner vom Referat Seniorenseelsorge des Bistums referierte.

„Was glauben sie sollte ein Besuchsdienstleistender mitbringen, wenn er diese Tätigkeit ausüben möchte?“ Die Antworten auf diese Frage von Tanja Petzi waren so vielfältig wie das ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich es sein kann. Es kamen Beiträge wie „gut zuhören können, das eigene Ich zurücknehmen oder Einfühlungsvermögen.“ Tanja Petzi brachte es auf einen Nenner: „Worauf es ankommt ist, es soll ein Geben und Nehmen sein. Ganz wichtig ist, dass es ihnen dabei gut geht.“

„Ich finde ihre Tätigkeit unglaublich wichtig und sie wird immer wichtiger werden, weil unsere Gesellschaft immer älter wird. Familienbande wie früher sind nicht mehr da. Als Außenstehender tut man sich oft leichter in der Kommunikation. Es ist ein großes Geschenk, Zeit zu schenken und sich dem Anderen zuzuwenden. Ich finde es bereichernd, dass es immer wieder Frauen und Männer gibt, die sagen: Das mache ich. Das ist im wahrsten Sinne Nächstenliebe. Da kann ich nur danke sagen, dass es Menschen gibt, die ihre Liebe und ihre Zeit verschenken“, erklärte Bärbel Benkenstein-Matschiner.

Schon in den nächsten Wochen sollen die neuen Besuchsdienstleistenden mit Unterstützung von Tanja Petzi ihre Tätigkeit aufnehmen. Wer selbst Zeit zu verschenken hat und sich sozial engagieren möchte, der ist im Besuchsdienst genau richtig. Alle Fragen dazu beantwortet Tanja Petzi gerne: Tel.: 0171/5301363, E-Mail: Tanja.Petzi@malteser.org

Foto: Krenn


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