14.05.2020, 15:09 Uhr

Corona-Epidemie Die Spürnasen vom Tracing-Team

Die Beamtenanwärterinnen und -anwärter der „Contact Tracing Teams“ sind an der Hochschule Landshut untergebracht. Foto: Landratsamt LandshutDie Beamtenanwärterinnen und -anwärter der „Contact Tracing Teams“ sind an der Hochschule Landshut untergebracht. Foto: Landratsamt Landshut

Ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona ist die Nachverfolgung von Kontakten infizierter Personen. Das übernehmen so genannte „Contact Tracing Teams“. So eines ist auch in der Region Landshut im Einsatz.

Landshut. Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, um die Infektionsketten zu durchbrechen: Das ist eine der Prämissen der Bayerischen Staatsregierung, um die Ausbreitung des Virus weiter eindämmen zu können. Hierbei setzen sie auf die so genannten „Contact Tracing Teams“, mehrere Gruppen von Beamtenanwärtern, die einem Gesundheitsamt zugeordnet werden, um die Nachverfolgung der Kontakte weiter zu intensivieren. Auch in der Region Landshut sind diese Helfenden bereits im Einsatz.

Ein Teil der Anwärterinnen und Anwärter ist in der Hochschule Landshut untergebracht, telefonieren mit Kontaktpersonen, erfassen und dokumentieren. Dass die Hochschule sich hier sofort bereit erklärt hat, Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, ist ein Glücksfall: Durch die Anbindung an das Behördennetz können die Daten schneller ins Gesundheitsamt transferiert werden.

Denn auch wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen stagniert hat, müssen die Kontaktpersonen weiter konsequent nachverfolgt werden, um Infektionsketten nachzuvollziehen und mithilfe häuslicher Quarantäne durchbrechen zu können.

Seit Beginn des Infektionsgeschehens haben sich in der Region 920 Personen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Davon gelten 797 bereits als „genesen“ und konnten die häusliche Quarantäne verlassen. Die Zahl der Kontaktpersonen ersten Grades liegt bei 2.650, bislang sind 35 Betroffene verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 möglich ist.

Die Zahl der stationär behandelten Patienten in der Region, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, liegt bei 31. Hinzu kommen vier Personen, die intensivmedizinischer Betreuung bedürfen.


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