27.04.2020, 08:50 Uhr

Millioneninvestition Neue Bettenhäuser für das Klinikum


Brandschutz, bröckelnde Fassade, alte Bausubstanz: Die Bettenhäuser des Klinikums sind in die Jahre gekommen. Nach und nach werden sie neu gebaut. Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald besprach mit Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU), wie es am Klinikum weitergeht.

Landshut. „Wir kommen um einen Neubau nicht umhin. Das haben alle Seiten erkannt“, fasste Ostwald die Situation noch einmal zusammen. Das Megaprojekt ist in drei Bauabschnitte eingeteilt. Die neuen würfelförmigen Bettenhäuser werden an der Westseite des Klinikums errichtet. Möglich ist ein Bau in dieser Dimension nur durch die starke Förderung durch den Freistaat. „Mit der Fördersumme von fast 54 Millionen haben wir damals den Jackpot geknackt. Der Einsatz hat sich seinerzeit mehr als gelohnt“, erinnert sich Helmut Radlmeier, der sich als Mitglied des Gesundheitsausschusses von Anfang an für den Neubau stark macht.

Doch auch das Klinikum und die Stadt Landshut als Trägerin investieren kräftig: Damit das erste neue Bettenhaus überhaupt Platz findet, müssen etwa die Küche und weitere, kleinere Gebäude abgerissen und verlagert werden. So wird die Küche künftig in der ehemaligen Wäscherei untergebracht. Seit Januar laufen diese vorbereitenden Bauarbeiten für den ersten Abschnitt. Im zweiten Halbjahr 2023 soll das erste neue Bettenhaus dann fertig sein.

Nahtloser Übergang

Nahtlos anschließen an den ersten Bauabschnitt soll der zweite: Bereits seit gut einem Jahr werden deshalb die Planungen für den Bauabschnitt 2 vorangetrieben. Sobald das erste neue Bettenhaus steht, soll das alte Bettenhaus 3 abgerissen werden. Auf dem freiwerdenden Gelände wird anschließend das zweite neue Bettenhaus gebaut. Angedachte Inbetriebnahme des zweiten „Würfels“: im zweiten Halbjahr 2026.

Förderung entscheidend

Auch wenn auf dem Papier bis zum Baubeginn des zweiten Bauabschnitts in 2023 noch lange hin scheint: „Wir brauchen schon jetzt Planungssicherheit“, betonte Ostwald. „Die beiden neuen Bettenhäuser greifen sowohl konzeptionell auch als baulich direkt ineinander. Für unsere Patientinnen und Patienten, aber auch für die Betriebsabläufe und die Kosten unseres Hauses ist es daher extrem wichtig, dass die Errichtung des zweiten Bettenhauses auf das dann bereits in Betrieb befindliche erste Bettenhaus abgestimmt ist und dabei Provisorien mit größeren bauliche Mehrkosten bestmöglich vermieden werden“, führte der Geschäftsführer aus. Die diesjährige Aufnahme in das Jahreskrankenhausbauprogramm von 2023 oder 2024, welches die geförderten Baumaßnahmen der Kliniken in Bayern enthält, sei deshalb ganz entscheidend.

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier sagte seine Unterstützung zu: Wie schon beim ersten Bauabschnitt geschehen, werde er in München auch für den zweiten werben. „In der jetzigen Lage sehen endlich alle, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Neben gutem Personal ist eine gute Infrastruktur das A und O. Mit den neuen Bettenhäusern schaffen wir hier am Klinikum beste Bedingungen“, zeigte sich Radlmeier überzeugt. Der Abgeordnete dankte in diesem Zusammenhang dem Personal für die hervorragende Arbeit, gerade in den letzten Wochen: „Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege, den MTAs, dem Ärzteteam, aber auch dem nicht-medizinischen Personal, wie etwa in der Verwaltung und den Reinigungskräften, für die großartige Arbeit in dieser Ausnahmesituation“, unterstrich Radlmeier.


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