17.03.2020, 12:48 Uhr

Corona-Krise Weitere Einschränkungen am Klinikum Landshut

Das Klinikum Landshut. Foto: tgDas Klinikum Landshut. Foto: tg

Wegen des Corona-Virus kommt es zu weiteren Einschränkungen im Klinikum Landshut. Das betrifft Freunde oder Angehörige von Patienten und Besucher mit einer Schnupfennase.

Landshut. Am Tag darf ein Patient maximal einen Besucher für eine Stunde bekommen. Diese neue Einschränkung zum Besucherverkehr gilt ab sofort im Klinikum Landshut. Keinen Zutritt haben Besucher, die erkältet sind oder Kontakt zu einer Person mit Coronavirus hatten oder in einem Risikogebiet waren, diese Zutrittsbeschränkung gilt nach Verlassen des Risikogebiets für 14 Tage. Das Klinikum setzt damit eine Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums um, die die Besuchsrechte für Krankenhäuser einschränkt.

Zudem gilt weiterhin: Nur nahe Angehörige wie Ehepartner dürfen zu Besuch kommen. Voraussetzung dafür ist, dass sie frei von Husten, Schnupfen, Fieber, Durchfall, etc. sind. Ausnahmen bei der eingeschränkten Besucherregelung sind nach Absprache bei Notfällen und im Sterbeprozess möglich. Für alle Patienten und Besucher besteht außerdem ab sofort – genauso wie beim Personal – Mundnasenschutz-Maskenpflicht. Besucher erhalten die Maske an der Information am Haupteingang oder in der Zentralen Notaufnahme.

Werdende Väter dürfen bei der Geburt weiterhin dabei sein, wenn sie eine Maske tragen und währenddessen im Kreißsaal verbleiben. Bei den Terminen zur Geburtsplanung soll nur noch die werdende Mutter vorstellig werden.

„Wir bedankten uns bei Besuchern und Angehörigen, dass sie ihre Besuche bereits deutlich reduziert haben. Das ist ein wertvoller Beitrag, um die Ausweitung des Coronavirus zu verhindern“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. „Unsere oberste und wichtigste Aufgabe momentan ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Gleichzeitig wappnen für uns bestmöglich für neue Fälle im Klinikum Landshut.“ Deshalb werden alle nicht dringlichen und planbaren Operationen und Behandlungen verschoben, um Kapazitäten für Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen zu schaffen. Die Notfall-Versorgung und medizinisch dringend gebotene Behandlungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Unfälle) werden selbstverständlich weiter durchgeführt. Patienten, deren Operationen oder Behandlungen verschoben werden, erhalten diese Information von den behandelnden Fachabteilungen.

Sprechstunden, Veranstaltungen:

Die Spezialsprechstunden der Fachabteilungen finden nur für Notfälle und nach telefonischer Anmeldung weiter statt. Die Frauenklink setzt Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse bis auf weiteres aus. Das gilt für bereits stattfindende Kurse und auch für Kurse, bei denen die Anmeldung noch läuft. Auch die Selbsthilfegruppe Brustkrebs (nächster Termin 18. März) fällt aus. Die Therapieangebote von Lebensmut Landshut e.V. am Klinikum Landshut werden bis auf weiteres pausiert. Dazu zählen: Kunsttherapie, Qi-Gong, Meditation / Klangschale, Draußen aktiv, Kosmetische Beratung für Krebspatienten, Musiktherapie, Atemtherapie. Patienten-Vorträge und Fortbildungen setzen weiter aus.


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