28.02.2020, 16:05 Uhr

Das Virus kommt immer näher: Wie ist der Landkreis im Fall des Corona-Falles vorbereitet?

Die Meldungen über Infektionen häufen sich auch in Deutschland. F.: 123rfDie Meldungen über Infektionen häufen sich auch in Deutschland. F.: 123rf

Das Personal im Klinikum Erding steht für den Ernstfall bereit.

Landkreis. Immer enger scheint sich der Kreis um uns zu ziehen, in dem geografisch gesehen Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet werden. Wie also ist man seitens der Behörden im Landkreis Erding vorbereitet und welche Maßnahmen kann man ergreifen?

Daniela Fritzen von der Pressestelle des Klinikums verweist auf Wochenblatt-Nachfrage für allgemeine Fragen zum mittlerweile „COVID-19“ betitelten (Corona-) Virus zunächst auf die Informationen, die das Robert-Koch-Institut tagesaktuell online unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html zur Verfügung stellt. Die Homepage des Robert-Koch-Instituts sei auch für den Öffentlichen Gesundheitsdienst die maßgebliche Bezugsquelle für verlässliche und aktuelle Fachinformationen.

Wie Daniela Fritzen weiter mitteilt, habe der Öffentliche Gesundheitsdienst auch im Landkreis Erding auf allen Ebenen mittlerweile umfassende Vorkehrungen für eine Epidemie getroffen. Dabei bestimmen sich die Infektionsschutzmaßnahmen und das Fallmanagement des Fachbereichs Gesundheitswesen im Landratsamt Erding nach den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie eben den bereits genannten tagesaktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Bei einem Verdacht auf COVID-19 erfolge die Diagnostik nach entsprechender Vorabinformation durch den Fachbereich Gesundheitswesen entweder ambulant durch den jeweiligen Hausarzt oder stationär im Krankenhaus. Im Klinikum Landkreis Erding gebe es hierzu bereits ein grundsätzliches Prozedere, da es stets vorkommen kann, dass hochinfektiöse Patienten ins Krankenhaus kommen, die unter Einhaltung zusätzlicher Vorsichtsmaßnahmen behandelt werden müssen.

Aufgrund der aktuellen Lage wurden die erforderlichen Erstmaßnahmen für das Eintreffen eines Verdachts- beziehungsweise auch konkreten Krankheitsfalles nochmals überprüft, und das betreffende Personal, insbesondere in der Notaufnahme, sei explizit dafür nochmals eingewiesen worden.