05.07.2019, 14:24 Uhr

Fäkalienkeime Wasser noch bis mindestens Montag abkochen

Am Freitagmittag wurde im Wasserwerk Moos eine Pressekonferenz abgehalten. (Foto: Hannes Lehner)Am Freitagmittag wurde im Wasserwerk Moos eine Pressekonferenz abgehalten. (Foto: Hannes Lehner)

Der neue Laborbefund wird erst am Montag erwartet.

LANDKREIS DEGGENDORF Wie berichtet (zum Bericht), wurde bei der wöchentlich stattfindenden Beprobung eine Einheit Enterokokken im Trinkwasser, das aus dem Wasserwerk Moos stammt, festgestellt. Die Probe wurde am Dienstag, 2. Juli, entnommen. Am gestrigen Donnerstag kam das Ergebnis. „Ich habe am Nachmittag um 16.40 Uhr die Mitteilung bekommen“, berichtete Landrat Christian Bernreiter bei einer im Wasserwerk Moos am Freitag anberaumten Pressekonferenz.

Laut den gesetzlichen Vorgaben hätten die Verantwortlichen 24 Stunden Zeit gehabt, um die Bevölkerung zu informieren. „Wir haben bereits um 18 Uhr eine Mitteilung verföffentlicht“, betont der Landkreischef, der zugleich Verbandsvorsitzender der Wasserversorgung Bayerischer Wald ist. Der Verband habe besonders gesetzestreu handeln wollen, so Bernreiter. Zudem seien sofort auch alle Kliniken informiert worden.

Laut Dr. Horst Zeindl, Leiter der Gesundheitsverwaltung am Landratsamt Deggendorf, seien in der Trinkwasserprobe Hinweise auf eine fäkale Verunreinigung gefunden worden. Die Ursache könne vielerlei Gründe haben. Enterokokken kommen quasi überall vor, auch im menschlichen oder tierischen Darm.

Bernreiter betonte, es könne sich aber auch um einen Fehlalarm gehandelt haben. In 98 Prozent der Fälle, in denen Enterokokken festgestellt werden, handle es sich um falschen Alarm.

Dennoch wird seit gestern um 18 Uhr das Wasser gechlort. Dadurch erfolgt die Abtötung der möglicherweise vorhandenen Keime. „Aus der Erfahrung heraus kann davon ausgegangen werden, dass nach dem Tagesverbrauch ab heute Abend nur mehr gechlortes Trinkwasser beim Verbraucher ankommt“, sagt Bernreiter.

Außerdem wurde noch eine zweite Probe ins Labor geschickt, die nun den Verdacht bestätigen oder widerlegen soll. „Der Befund wird für Montagmittag erwartet“, so der Landrat. Bis dahin bleibt die Abkochanordnung des Wassers bestehen. Übrigens sollte mit offenen Wunden auch nicht geduscht werden, sondern auch in diesem Fall nur abgekochtes Wasser verwendet werden.


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