21.02.2019, 14:09 Uhr

Infektionen vorbeugen Donau-Isar Klinikum führt Waschsets ein

(Foto: pm/Donau-Isar Klinikum)(Foto: pm/Donau-Isar Klinikum)

Mit einem zusätzlichen Service will das Donau-IsarKlinikum Deggendorf seine Patienten besser vor Infektionen schützen: Vor einer geplanten Operation an den großen Gelenken, also insbesondere an Hüfte und Knie, erhalten die Patienten kostenlos ein spezielles Set zur Ganzkörperwaschung.

DEGGENDORF „Aktuelle Studien zeigen, dass dekontaminierende Ganzkörperwaschungen, vor einer anstehenden Operation wesentlich zur Reduktion von Infektionen durch Erreger beitragen können“, stellt Chefarzt Dr. Josef Huber (l.) und das Hygieneteam fest. In seiner Funktion als Hygieneverantwortlicher Arzt hat er sich zusammen mit den Hygienefachkräften für die Einführung des zusätzlichen Angebots eingesetzt. Zum Set gehören eine Nasensalbe sowie eine Waschlotion. Der Grund für die Nasensalbe wird durch Huber wie folgt erklärt: „Untersuchungen zeigen, dass Bakterien in der Nase eine besondere Rolle für das spätere Infektionsgeschehen spielen. Deswegen ist die Salbe ein besonders wichtiger Teil im Bündel der Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen.“

Die Handhabung ist dabei ziemlich einfach: „Die Waschlotion unverdünnt auf einen feuchten und frischen Waschlappen auftragen und gleichmäßig auf den gesamten Körper verteilen. Eine Minute einwirken lassen und dann die Waschlotion gründlich abwaschen, mit einem frischen Handtuch abtrocknen und frische Kleidung anziehen“, berichtet Petra Staudinger (r.) von der Stabsstelle Hygiene. Die Salbe für die Nase werde mit einem Wattestäbchen in den Nasenvorhof eingebracht.

Die gesamte Aktion freut auch besonders die Chirurgen. Als Hauptoperateur an Hüfte und Knie stellt Chefarzt Prof. Dr. Schandelmaier (m.) fest: „Wir sind ein zertifiziertes Endoprothesenzentrum. Dass wir den Patienten zusätzlich dieses Set zur Verfügung stellen, ist eine gute Investition für deren Gesundheit. Es wird dadurch den Patienten ermöglicht auch selber zu ihrer Gesunderhaltung beizutragen. Wir freuen uns natürlich darüber, dass die ersten Rückmeldungen sind dazu sehr positiv sind.“


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