05.12.2017, 10:23 Uhr

Fit durch den Winter Das hilft gegen den Winterblues

Gegen den Winterblues hilft vor allem eines: raus an die frische Luft. (Foto: Hannes Lehner)Gegen den Winterblues hilft vor allem eines: raus an die frische Luft. (Foto: Hannes Lehner)

Der Winter ist nicht nur kalt und nass, sondern auch dunkel. Das führt bei vielen Menschen zu Erschöpfung und schlechter Stimmung – dem sogenannten Winterblues.

NIEDERBAYERN Diese Tipps helfen gegen das Wintertief:

Eine echte Winter-Depression bekommen nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung. „Der Fachausdruck dafür lautet SAD – eine saisonal abhängige Depression“, sagt Günter Vornehm, Bezirksleiter der Barmenia Versicherungen Niederbayern. Sie tritt im Herbst oder Winter auf und zeigt ähnliche Symptome wie eine klinische Depression. Auch wenn nur wenige Menschen davon betroffen sind, schlägt die dunkle Jahreszeit dennoch vielen auf die Stimmung. Sie fühlen sich schlapp und antriebslos, würden am liebsten den ganzen Tag schlafen oder unablässig Süßes essen.

Was uns im Winter zusetzt, ist das fehlende Tageslicht. Die Sonne regelt den Schlaf-wach-Rhythmus und beeinflusst unseren Hormonhaushalt. Wenn es draußen dunkel ist, schüttet der Körper mehr Melatonin aus. Das Schlafhormon macht müde und senkt die Stimmung. Zugleich hemmt es die Produktion des Muntermachers Serotonin. Diesen Mangel versucht das Gehirn auszugleichen – mit Kohlenhydraten, Zucker und Fett. Sie stellen den Gehirnzellen die benötigte Energie zur Verfügung und sorgen für den ungeliebten Winterspeck.

Dagegen hilft vor allem eines: raus an die frische Luft. Ein Spaziergang in der Mittagspause kurbelt den Kreislauf an und stärkt das Immunsystem. Auch wenn der Himmel bedeckt ist, bekommt der Körper noch genug Sonnenlicht. Wer durch den Job tagsüber eingespannt ist, sollte möglichst viel Licht ins Büro lassen. Auch spezielle Tageslichtlampen können helfen. Sie vertreiben den Blues und fördern die Konzentration. „Doch auch Entspannung, etwa durch ein Bad oder ein nettes Treffen mit Freunden am Abend, hilft oft gegen das Stimmungstief“, sagt Vornehm.

Daneben spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. So wirken sich zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D positiv auf die Nervenzellen im Gehirn aus. Sie stecken in Fischen wie Lachs, Hering und Thunfisch. Auch Pilze, Bananen und Schokolade fördern die Ausschüttung von Serotonin. Wer sich schlapp fühlt, sollte außerdem viel trinken. Neben Sport und Licht sorgt Wasser dafür, Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu reduzieren.


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