18.04.2018, 19:25 Uhr

Im Schulungszentrum Ainring Elf Teilnehmer des BRK-Fachdienstes „Information und Kommunikation“ werden  ausgebildet

(Foto: H. Schnell)(Foto: H. Schnell)

Strippen ziehen, Feldtelefone bauen und Meldereiter losschicken. Der Fachdienst „Information und Kommunikation“ der BRK-Bereitschaften ist im Einsatzfall für das taktische Vorgehen und die weitere Einsatzplanung nicht wegzudenken. Und wer jetzt denkt, die genannten historischen Schlagworte wären längst überholt, der irrt gewaltig.

AINRING/MITTERFELDEN Kabelgebundene Feldtelefone sind nach wie vor noch im Einsatz, da sie robust und wenig störanfällig sind; nur der Meldereiter ist mittlerweile auf ein moderneres Motorrad umgestiegen. Um den ehrenamtlichen Helfern die Möglichkeiten der modernen, drahtlosen mobilen Kommunikations- und Informationssysteme sowie altbewährter Technik beizubringen, fand kürzlich ein Fachlehrgang am BRK-Schulungszentrum in Ainring statt.

Elf Helfer des BRK-Fachdienstes „Information und Kommunikation“ (IuK) aus ganz Bayern nahmen daran teil. An zwei Wochenenden übten die Teilnehmer mit den Ausbildern Dr. Rüttger Clasen (Berchtesgadener Land) und Heinrich Schnell (Fachdienstleiter IuK Berchtesgadener Land) in Theorie und Praxis.

Lehrinhalte waren unter anderem die Aufgabenstellung im Fachdienst IuK und der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL), gesetzliche Grundlagen, Betriebssicherheit, Aufbau und Planung von Telefonanlagen, Mobilfunknetze, Grundlagen der Netzwerktechnik sowie der Aufbau eines Netzwerkes, W-LAN-Richtfunk, Datenschutz und Datensicherheit,  Zugangsmöglichkeiten zum Internet (Mobilfunk, Satelliten, Hausanschluss), Antennen, Aufbau und Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen, Erstellen von Kommunikationsskizzen und Lage-Darstellungen sowie Aufbau und Betrieb von Relaisfunk-Stellen im Analog- und Digitalfunk.

Am letzten Lehrgangssamstag lud die heimische IuK-Fachdienstleitung aus dem Berchtesgadener Land alle Teilnehmer zum traditionellen Fachlehrgangs-Grillen am BRK-Haus Ainring ein. Hier tauschten sich die Fernmelder bis in den Abend hinein aus und vertieften die überregionalen Kontakte untereinander. Mit Hilfe der Einsatzleitwagen (ELW2) aus dem Berchtesgadener Land, Dillingen und Traunstein sowie dem Fernmelde-Equipment aus dem Berchtesgadener Land konnte die Gruppe am letzten Lehrgangstag praktisch üben und eine so genannte Wagenburg aufbauen, die bei mehrtägigen Großschadenslagen wie Waldbränden oder Hochwasser eingerichtet wird. Jeder ELW2 und die spezifischen Besonderheiten konnten ausgiebig begutachtet werden, und es fand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Teilnehmern statt. Ausbilder und Funk-Spezialist Dr. Rüttger Clasen überreichte allen abschließend ihre Fachlehrgangszertifikate.


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