27.04.2019, 07:40 Uhr

„Mehr Artenschutz in Bayern“ Ministerpräsident Söder sät persönlich erste Blühwiesen für Insekten an

Blühstreifen für mehr Artenschutz in Bayern: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart bei der Aussaat eines 1.250 Meter langen Blühstreifens bei Lauf an der Pegnitz. (Foto: Giulia Iannicelli/stmb)Blühstreifen für mehr Artenschutz in Bayern: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart bei der Aussaat eines 1.250 Meter langen Blühstreifens bei Lauf an der Pegnitz. (Foto: Giulia Iannicelli/stmb)

Die Bayerische Staatsregierung macht sich für den Artenschutz in Bayern stark: am Freitag, 26. April, haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart entlang der Bundesstraße B14 westlich von Lauf an der Pegnitz einen rund 1.250 Meter langen Blühstreifen ausgesät.

BAYERN Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Die langen Blühstreifen sind wie Autobahnen für Insekten, auf denen sie sich fortbewegen können. Die Bienen-Highways bieten Lebensraum, Schutz und Nahrung – und vielleicht ja auch das ein oder andere Abenteuer wie im Zeichentrick. Im Bayerischen Aktionsprogramm für die Insektenvielfalt bündeln wir solche Projekte. Jedes einzelne trägt ein Stück zum Erhalt unserer Natur und Heimat bei. Bayern macht sich stark für den Artenschutz – das geht bei den kleinsten Lebewesen los.“ Mit dem bayernweiten Pilotprojekt „Bienen-Highways“ will Verkehrsminister Reichhart in seinem Geschäftsbereich aktiv zum Artenschutz beitragen: „Der Radweg hier im Pegnitztal ist einer von insgesamt 26 Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen in ganz Bayern, an denen wir Blühstreifen säen, die Insekten als Nahrung, Lebensraum und insbesondere zur Vernetzung verschiedener Lebensräume dienen können. Damit leisten wir unseren Beitrag zu Insektenvielfalt und Biodiversität in Bayern. Denn Grünflächen an Straßen sind oft die einzigen naturnahen, bandartigen Strukturen, die nicht ertragsorientiert gepflegt werden.“

Die Staatsregierung hat bereits am 31. Juli 2018 das „Bayerische Aktionsprogramm für die Insektenvielfalt“ verabschiedet. Daraufhin hat das Bayerische Verkehrsministerium nicht nur ein Konzept zur ökologischen Aufwertung von Straßenbegleitflächen erstellt, sondern auch das Pilotprojekt „Bienen-Highways“ ins Leben gerufen. Hierbei stehen wir in enger Kooperation mit dem „Netzwerk Blühende Landschaft“. Jedes Staatliche Bauamt mit Straßenaufgaben hat hierfür einen mindestens einen Kilometer langen und 1,5 Meter breiten Abschnitt im Trennstreifen zwischen Bundes- bzw. Staatsstraße und Radweg ausgewählt. Dort sät die Staatsbauverwaltung jetzt im Frühjahr gebietsheimische Pflanzenarten an. „Hier im Pegnitztal werden im Sommer Kornblumen, Wiesen-Salbei, Margeriten und Natternköpfe blühen und so die Lebensräume von Wildinsekten mit oft nur kurzem Flugradius vernetzen“, sagte Reichhart. „Wenn das Pilotprojekt gut läuft, werden wir viele weitere Blühstreifen in Bayern ansäen.“

Neben den Blühstreifen entlang von Staats- und Bundesstraßen sät die Staatsbauverwaltung auch Blühflächen an Autobahnen an. Insgesamt entstehen auf diese Weise rund 20 Hektar Blühflächen für (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Fortschritte des Pilotprojekts können auf der Internetseite www.bienen-highway.bayern.de verfolgt werden.


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