09.03.2019, 13:50 Uhr

Auf dem Weg nach Österreich 600 Kilo verdorbene Dönerspieße auf der A93 beschlagnahmt


Als Fahnder der Grenzpolizeiinspektion Selb am Freitagnachmittag, 8. März, auf der Autobahn A93 bei Marktredwitz einen Kleintransporter mit slowenischer Zulassung einer Kontrolle unterzogen, trauten sie zuerst ihren Augen nicht richtig. Beim Öffnen der Ladefläche stellten sie fest, dass dort 28 Dönerspieße mit einem Gesamtgewicht von circa 600 Kilogramm offen in Plastikboxen transportiert wurden.

MARKTREDWITZ/LANDKREIS WUNSIEDEL Der Transporter verfügte weder über eine Kühlung noch waren die Transportbehältnisse für den Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln zugelassen. Zudem konnte der Transporteur keine entsprechenden Frachtpapiere vorzeigen. Das Fleisch war bereits angetaut und zudem waren die Verpackungen aufgerissen und das Fleisch lag teilweise offen auf der Ladefläche. Nach Aussage des slowenischen Fahrers sollte er die Dönerspieße nach Österreich bringen. Dort waren sie nach Zubereitung für die Abgabe an den Endverbraucher vorgesehen.

Zur Begutachtung der Situation wurde nun ein Sachverständiger des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes aus Wunsiedel zugezogen. Dieser stellte vor Ort nach einigen Überprüfungen fest, dass die vorgefundenen Dönerspieße aufgrund der vorliegenden gravierenden Mängel bereits nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Der Sachverständige ordnete die sofortige Beschlagnahme und die kontrollierte Vernichtung der gesamten Ladung durch das Ordnungsamt an. Bezüglich dieses Verstoßes wird von seiner Behörde ein Bußgeldbescheid in vierstelliger Höhe erlassen.

Damit war es für den 32-jährigen slowenischen Fahrer der Sachverhalt aber noch nicht beendet. Die Beamten stellten bei der Überprüfung seiner Papiere fest, dass er bereits seit einem Jahr nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Zudem stand er während der Fahrt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Er hatte vor Fahrtantritt Metamphetamin konsumiert und musste folgerichtig noch ins Krankenhaus zur Blutentnahme. Eine Weiterfahrt unterbanden die Beamten und leiteten zudem zusätzlich ein Straf- und ein Bußgeldverfahren gegen den Mann ein.


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