26.09.2018, 10:30 Uhr

Kontrolle auf der A93 Fahnder stoppen illegalen Tiertransport mit 66 Vögeln an Bord

Bienenfresser. (Foto: GPI Selb)Bienenfresser. (Foto: GPI Selb)

Fahnder der Grenzpolizei Selb deckten am Dienstagnachmittag, 25. September, auf der Autobahn A93 einen illegalen Tiertransport auf. An Bord eines Kastenwagens aus den Niederlanden waren 66 Vögel, darunter auch streng geschützte Exoten.

A93/REHAU/LANDKREIS HOF Das Auto stoppten die Polizisten auf Höhe Rehau und zogen es für eine Kontrolle aus dem Verkehr. Die Ladung war selbst für die erfahrenen Fahnder nicht alltäglich. Beim Öffnen der Ladefläche fielen ihnen gleich ein paar Kartons entgegen, in denen sich Vögel befanden. Der 30-jährige Vogelhändler und seine 29-jährige Ehefrau gaben an, die Tiere von einer unbekannten Person auf dem Aldi-Parkplatz in Selb für 4.000 Euro gekauft zu haben.

Für die Bestimmung der Vogelarten kam ein Experte für Naturschutzrecht vom Landratsamt Hof vor Ort und stellte auch gleich mehrere Verstöße fest. Nach seiner ersten Einschätzung handelt es sich um 30 Bienenfresser, zwei Komorane und 34 Limikolen für die der Vogelhändler keinerlei Papiere vorweisen konnte. Weiterhin stellte man fest, dass es sich um verschiedene Arten von Limikolen handelt, die kaum züchtbar sind, und sich deshalb illegal auf dem Markt befinden. Der Wert eines Vogels dieser Art wird auf 4.000 Euro geschätzt. Der Wert eines Bienenfressers liegt bei rund 500 bis 700 Euro.

Nachdem ein Tier bereits verendet war, werden auch Verstöße nach dem Tierschutzgesetz geprüft. Das Pärchen aus Holland musste zur Sicherheit des Strafverfahrens vor Ort 1.400 Euro hinterlegen; die Tiere wurden in einer Außenstelle des Tierparks Nürnberg artgerecht untergebracht.


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