30.04.2020, 09:12 Uhr

Zusammenhalt in Corona-Zeiten Fleißig genäht – Nachbarschaftshilfe Donaustauf übergibt rund 500 Masken an die Klinik Donaustauf


Wenn man den aktuellen Zeiten etwas Positives abgewinnen kann, dann ist es der Zusammenhalt in der Gesellschaft, der sich in Corona-Zeiten zeigt. Essen wird gespendet, Künstler verlagern ihre Auftritte ins Netz, Freiwillige nähen Mund-Nasen-Masken. So wurde zum Beispiel auch in Donaustauf fleißig genäht!

Donaustauf. Seit dem 1. Oktober 2018 gibt es in Donaustauf eine Nachbarschaftshilfe, die „NaHi“ – rund 30 freiwillige Helferinnen und Helfer gehen zum Einkaufen, erledigen Fahrten zum Arzt oder helfen im Garten. Während der Corona-Krise ist dieser Service sogar kostenfrei. Und auch sonst hilft man, wo man kann. Deshalb wurde auch nicht lange gezögert, als ein Hilferuf aus der Klinik Donaustauf am 1. April das Organisationsteam der „NaHi“ erreichte: Es fehlen Masken! „Am 7. April haben wir angefangen zu nähen“, berichten Maria Ertl und Erna Baumer von der Nachbarschaftshilfe. Insgesamt 18 Freiwillige fanden sich, die die Nähmaschine heiß laufen ließen. Zunächst aber musste Stoff geschnitten werden, viele, viele Meter gingen durch die Hände der Helferinnen und Helfer. Bettwäsche, Betttücher, Tischdecken, nichts mehr war sicher – Hauptsache, der Stoff war aus Baumwolle und kochbar. Dazu kamen 900 Meter Schrägband, die selbst genäht wurden.

Am Donnerstag, 23. April, konnten die Masken nun in der Klinik Donaustauf übergeben werden. Prof. Dr. Michael Pfeifer, Medizinischer Direktor und Chefarzt der Pneumologie, Prof. Dr. Thomas Loew, Chefarzt der Psychosomatik, Oberärztin Rita Haberger, Psychotherapeutin Dr. Beate Leinberger und Pflegedienstleiterin Agnes Kolbeck freuten sich riesig über diese großzügige Spende. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der Klinik bekommt zwei Masken. Durch die Spende werde deutlich, dass die Klinik ein Teil des Ortes sei, so Prof. Dr. Pfeifer. Gerade das war dem Team der „NaHi“ wichtig: Zunächst sollten die Masken an die Einrichtung im Ort gehen. Da nun noch einiges an Stoff übrig ist, wir weiter genäht, diese Masken gehen dann an Michael Buschheuer, den Gründer der Organisation „Sea-Eye“.

Drei Wochen Arbeit liegen hinter den fleißigen Näherinnen – persönlich kennen sich viele noch nicht, die Ausgangsbeschränkungen haben bisher ein Treffen unmöglich gemacht. Das werde man nachholen, wenn es wieder erlaubt ist, sich zu treffen, berichten Baumer und Ertl bei der Übergabe der Masken. Und dann hat Prof. Dr. Loew spontan eine tolle Idee: Zum nächsten Sommerfest der Klinik sind alle Helferinnen und Helfer eingeladen, um sich gegenseitig und auch die Klinik näher kennenzulernen!


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